15. August 1945: Tag der Befreiung
Der 15. August ist der bedeutungsvolle Tag der Befreiung Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft (1905–1945), der sich in diesem Jahr zum 80. Male jährt.
Rückblickend war die Befreiung des Vaterlandes, die durch den vom großen Führer Genossen Kim Il Sung organisierten und zum Sieg geführten antijapanischen revolutionären Kampf erreicht wurde, für unser Volk ein großes Fest und ein politisches Ereignis, das ihm einen breiten Weg zum Aufbau eines souveränen selbstständigen Staates eröffnete.
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Mit dem Glauben an das Volk
Es war im Dezember 1931, als der große Führer Genosse Kim Il Sung den antijapanischen revolutionären Kampf organisierte und führte.
Eines Tages hielt Kim Il Sung in Mingyuegou, Kreis Yanji, eine Funktionärskonferenz der Partei und des Kommunistischen Jugendverbandes ab. Der japanische Imperialismus löste im September 1931 den „Zwischenfall in der Mandschurei“ aus und verstärkte im Interesse der „Sicherheit des Hinterlandes“ allseitig die reaktionäre Offensive gegen das koreanische Volk. Das von der barbarischen Unterdrückung seitens der japanischen Imperialisten empörte koreanische Volk antwortete darauf mit einem gewaltsamen Vorgehen. Die entstandene Lage verlangte dringender, mit der revolutionären Streitmacht gegen die konterrevolutionären Streitkräfte zu kämpfen.
Auf der Konferenz appellierte er mit Nachdruck, es sei die Zeit gekommen, in der sich alle mit der Waffe in der Hand zum heiligen Kampf für die Befreiung des Vaterlandes erheben sollen. Dabei forderte er, ungeachtet der Unterschiede zwischen Arm und Reich, zwischen den Ständen, der Parteizugehörigkeit und Glaubensbekenntnisse alle antijapanisch und patriotisch gesinnten Kräfte zum bewaffneten Kampf zu mobilisieren. Ferner legte er die Richtlinie dar, mit dem Partisanenkrieg als Hauptform den bewaffneten Kampf zu organisieren und zu entfalten.
Auf dieser Konferenz kam es zur Debatte darüber, in welcher Weise der bewaffnete Kampf entfaltet werden sollte. Da machte sich Kim Il Sung fürwahr sehr viele Gedanken über diese lebenswichtige Wahl der koreanischen Revolution.
Er analysierte die konkreten Umstände und objektiven Bedingungen der Revolution, überlegte sich wiederholt und zog daraus eine Schlussfolgerung, dass unter der Bedingung unseres Landes, in dem der Krieg einer regulären Streitmacht unmöglich ist, unabhängig der herkömmlichen Formel der Partisanenkrieg die Hauptform des Kampfes sein muss.
Bei manchen Leuten regte sich jedoch immer noch der Zweifel, ob die mit Panzern, Kanonen, Flugzeugen und anderen modernen Waffen ausgerüstete japanische reguläre Armee in einer Stärke von einer Million Mann eine irreguläre Streitmacht wie Partisanenarmee ohne staatliches Hinterland und ohne Hilfe einer regulären Armee und sogar auf dem Territorium eines anderen Landes besiegen könnte.
Kim Il Sung äußerte ihnen seinen Entschluss wie folgt:
„Wir sind Söhne einer der Staatsmacht, des Territoriums und des ganzen Reichtums beraubten Nation von Sklaven. ... Aber wir fordern ohne Zaudern die japanischen Imperialisten heraus. Worauf verlassen wir uns? Wir sind entschlossen, uns auf das Volk zu verlassen und den antijapanischen Krieg in Angriff zu nehmen. Das Volk ist der Staat, das Hinterland und die reguläre Armee. Wenn der Krieg beginnt, wird sich das ganze Volk erheben und zu Soldaten werden. Aus diesem Grunde kann der Partisanenkrieg, den wir entfalten werden, als Volkskrieg bezeichnet werden.“
Auf dieser Konferenz wurde die Losung „Waffen gegen Waffen, revolutionäre Gewalt gegen die konterrevolutionäre Gewalt!“ ausgegeben und der Krieg zur Vernichtung des japanischen Imperialismus offiziell erklärt.
Aus Anlass dieser Konferenz, die den Beginn des antijapanischen bewaffneten Kampfes einleitete, konnte die antijapanische nationale Befreiungsbewegung unseres Landes in ein Stadium der organisierten bewaffneten Auseinandersetzung übergehen. Unter der Führung Kim Il Sungs zerschlug unser Volk den japanischen Imperialismus und erreichte am 15. August 1945 die historische Sache – die Befreiung des Vaterlandes.
Ham Kwang Hyok
Naenara 2025-08-14
Die Befreiung des Vaterlandes und der Jubelruf von 400 000 Menschen
Seit dem historischen Tag, an dem unser Vaterland mit der Begeisterung und Freude über seine Befreiung erfüllt war, sind schon 80 Jahre her.
Mit dem Zeitverlauf wird jedes Jahr dieser Tag begrüßt, aber es scheint auch heute die Jubelrufe „Es lebe General Kim Il Sung!“ und „Es lebe die Befreiung des Vaterlandes!“ zu hören. Unser Volk brachte zum großen Führer Genossen Kim Il Sung, der die historische Sache, die Befreiung des Vaterlandes (15. August 1945), erreichte, aufblickend in Jubel aus.
Kim Il Sung führte den 20-jährigen antijapanischen revolutionären Krieg zum Sieg, erlangte das von den japanischen Imperialisten beraubte Land wieder und erreichte die historische Sache – die Befreiung des Vaterlandes. Das war ein epochales Ereignis, das der wechselvollen Leidensgeschichte dieses Landes ein Ende setzte und einen neuen Anfang unseres Vaterlandes einleitete.
Damals lobpreiste unser Volk Kim Il Sung als Retter für die Befreiung des Landes und als legendären Helden und hießen herzlich seine triumphalen Rückkehr ins Vaterland willkommen.
Die Vertreter verschiedener Schichten und Kreise aus der Stadt Pyongyang und dem Bezirk Süd-Phyongan organisierten das Vorbereitungskomitee für die Begrüßung des Heerführers Kim Il Sung und beeilten die Vorbereitung dafür, Kim Il Sung auf den Podest des Ruhms zu stellen. Die Bewohner des Kreises Taedong organisierten mit Erwartung und Stolz, dass sie in Mangyongdae, wo das Geburtshaus Kim Il Sungs ist, als Erste ihn sehen würden, gesondert das Heimatsvorbereitungskomitee für die Begrüßung des Heerführers Kim Il Sung.
Am 14. Oktober 1945 gab es im Stadion Moranbong in Pyongyang eine Massenkundgebung zur Begrüßung seiner triumphalen Rückkehr ins Vaterland.
An diesem Tag drängten sich viele Menschen ins Stadion. Sogar auf den Bäumen stiegen sie. Auch die Pavillons Choesung und Ulmil waren mit Menschen weiß bedeckt.
Die Zeitung „Pyongyang Minbo“ berichtete unter der Überschrift „Die das goldene Land mit seinen herrlichen Bergen und reinen Gewässern erschütternden Jubelrufe von vierhunderttausend Menschen“ wie folgt:
„Pyongyang mit einer 4000-jährigen Geschichte, seinen nicht wenigen Einwohnern, ja 400 000 Bürgern! Hatten jemals früher sich so viele Menschen versammelt, fand je eine so denkwürdige Zusammenkunft zuvor statt?…
…Mehr noch: Die Anwesenheit des Heerführers Kim Il Sung, eines großen Patrioten Koreas und eines Helden, den Pyongyang zur Welt gebracht hatte, und seine herzlichen und dankerfüllten Grüße und seine ermutigende Ansprache an das Volk verliehen dem Meeting historische Bedeutung und lösten beim Publikum Begeisterung aus… Als der Heerführer und Held Kim Il Sung, den alle koreanischen Landsleute mit größter Ehrerbietung verehrt und herbeigesehnt hatten, in seiner kräftigen Gestalt erschien, schien das Stadion durch den herzlichen Jubelsturm wie in Atemnot zu geraten, und fast alle brachen vor übergroßer Rührung in lautloses Weinen aus…“
Bei der Rede an diesem Tag appellierte er, alle müssen patriotischen Elan bekunden und sich für die Neugestaltung Koreas einsetzen, wer Kraft habe, solle seine Kraft, wer Wissen habe, sein Wissen, und wer Geld besitze, sein Geld geben, um zum Aufbau des Landes einen aktiven Beitrag zu leisten.
Seinen patriotischen Aufruf erwidernd, brachen Hurra- und Hochrufe los, was den Berg Moran, ja sogar das ganze Land heftig erschütterte.
Jubelrufe von Vierhunderttausenden! Sie waren Ausdruck der Freude über den legendären Helden und außergewöhnlichen Patrioten, der die Freude über die Befreiung des Landes herbeiführte, die Volksstimmung dieses Landes, die im befreiten Vaterland erfüllt war, und das Geschrei des Volkes dieses Landes, um nach seinem Aufruf auf diesem Boden das ewige Aufblühen zu erreichen.
Han Chol Ryong
Naenara 2025-08-14
Unvergängliche Verdienste um die Befreiung des Vaterlandes

Der 15. August ist der bedeutungsvolle Tag der Befreiung unseres Landes von der japanischen Kolonialherrschaft (1905–1945), der sich in diesem Jahr zum 80. Male jährt.
Rückblickend war die Befreiung des Vaterlandes, die durch den vom großen Führer Genossen Kim Il Sung organisierten und zum Sieg geführten antijapanischen revolutionären Kampf erreicht wurde, für unser Volk ein großes Fest und ein politisches Ereignis, das ihm einen breiten Weg zum Aufbau eines souveränen selbstständigen Staates eröffnete.
Zur finstersten Zeit, in der die schwarze Wolke des Untergangs des Landes aufzog, schlug Kim Il Sung mit grandiosem Vorhaben, das Vaterland zu befreien, den Weg der Revolution ein. Er erhellte die Wahrheit der Revolution, dass der Sieg erst dann möglich ist, wenn man gegen den bewaffneten Feind nur mit dem Gewehr kämpft, legte die eigenständige Richtlinie des bewaffneten Kampfes dar und gründete die Koreanische Revolutionäre Volksarmee, erste revolutionäre bewaffnete Formation.
In der ganzen Zeit des 20-jährigen antijapanischen Kampfes legte er revolutionäre wie auch wissenschaftliche Kampfrichtlinie, Strategie und Taktik und flexible Partisanenkriegsmethoden dar, vereinte breite antijapanisch gesinnte patriotische Kräfte fest in einer Formation, durchbrach alle Gefahren und Schwierigkeiten an der Spitze und führte den antijapanischen revolutionären Kampf zum Sieg.
Seiner Führung folgend entfaltete die KRVA unter dem hoch erhobenen Banner der Souveränität und der Unabhängigkeit aus eigener Kraft mutig den totalen Krieg gegen den räuberischen japanischen Imperialismus. Die antijapanischen Vorkämpfer, erste Generation unserer Revolution, verehrten Kim Il Sung als Zentrum des Zusammenschlusses und der Führung und gaben mit der festen Siegeszuversicht, Korea werde unbedingt befreit, da Kim Il Sung in der Mitte sei, und dem todesmutigen Entschluss – wenn wir auch tausend Tode sterben, werden wir den Feind besiegen – für die Befreiung des Vaterlandes ihre Jugend wie auch ihr Leben selbstlos hin.
Unter schlimmsten Umständen, in denen sie ohne staatliches Hinterland und Unterstützung durch eine reguläre Armee alle harten Schwierigkeiten und Bewährungsproben ertragen mussten, lösten sie alles, darunter Waffen, Kleidungen und Proviante, aus eigener Kraft und kämpften gegen den japanischen Imperialismus. Losgelöst von ihrem unbeugsamen und beharrlichen Kampfelan ist der Sieg im antijapanischen Kampf kaum denkbar.
Der Sieg im antijapanischen revolutionären Krieg ist den hervorragenden Ideen, Strategien und Taktiken des großen Führers und zugleich dem erhabenen Geist und dem unbeugsamen Kampf der Vorkämpfer, die ihn treu unterstützten, zu verdanken.
Dank des großen Sieges im antijapanischen revolutionären Kampf, in dem sie einen starken imperialistischen Feind zerschlugen und die Unabhängigkeit des Vaterlandes herbeiführten, konnten edle revolutionäre Tradition und ideologisch-geistiger Reichtum geschaffen werden, mit denen unser Vaterland und Volk für immer stetige Siege erkämpfen kann.
Die Würde und der Ruhm der Repbulik, die heutzutage vor aller Welt erstrahlen, und der revolutionäre Geist unseres Volkes, das in der Lage, in der alles schwierig ist und ihm alles fehlt, eine große Blütezeit des sozialistischen Aufbaus einleitet, sind mit diesem historischen Tag verbunden.
In diesem Zeitpunkt zu Ehren des 80. Jahrestags der Befreiung des Vaterlandes entbieten unser Volk und die Soldaten und Offiziere der Volksarmee die größte Hochachtung gegenüber dem großen Führer, der auf dem langen harten Weg gegen den japanischen Imperialismus das beraubte Land wiedererlangte und mit hervorragender Führungskraft und durch große revolutionäre Praxis eine ewige Grundlage für das Erstarken und Aufblühen des Vaterlandes schuf, und verpflichten sich, der Führung des verehrten Genossen Kim Jong Un folgend das koreanische revolutionäre Werk zu vollenden.
1. Beginn des antijapanischen revolutionären Kampfes (1925–1931)

Verband zur Zerschlagung des Imperialismus, erste avantgardistische Organisation der koreanischen Revolution
Der große Führer Genosse Kim Il Sung trat Mitte Juni 1926 in die Hwasong-Uisuk-Schule ein.
Er analysierte und beurteilte mit außergewöhnlichem Scharfsinn die Ausbildung an dieser Schule und verhielt sich kritisch zu ihr.
Kim Il Sung las eifrig das „Manifest der Kommunistischen Partei“ und andere Bücher über den Marxismus-Leninismus und studierte in Verbindung mit der Wirklichkeit in Korea gründlich die in klassischen Werken stehenden Grundsätze der Revolution. In diesem Prozess überzeugte er sich davon, dass der Weg, den die koreanische Revolution zu beschreiten hat, darin besteht, den japanischen Imperialismus zu schlagen, die Befreiung des Vaterlandes zu erreichen und eine neue Gesellschaft aufzubauen, in der die Arbeiter, Bauern und anderen werktätigen Massen in Wohlstand leben. Ferner erkannte er, dass man wahre Revolutionäre der neuen Generation, die sich nicht mit dem Kriechertum und Sektierertum infizierten, heranbilden muss, um der koreanischen Revolution eine neue Bahn zu brechen, und begann zunächst mit dieser Arbeit unter Kadetten der Hwasong-Uisuk-Schule.
Folglich nahm unter ihnen der Drang nach einer neuen ideologischen Strömung zu, und die absolute Mehrheit von ihnen bekannte sich zum progressiven Ideengut.
Auf der Grundlage des wahren Weges der koreanischen Revolution und des Weges der souveränen Entwicklung trieb Kim Il Sung nach der Auswahl der kernbildenen Kräfte aktiv die Bildung einer revolutionären Vorhutorganisation voran.
Ende September 1926 hielt er am Ufer des Flusses Huifahe eine Zusammenkunft der kernbildenden Leute ab, erläuterte die Notwendigkeit einer Organisation, die die koreanische Revolution auf sich zu nehmen hat, und unterstrich mit Nachdruck, die Vorbereitungen für die Gründung einer avantgardistischen Organisation zu beschleunigen.
Und am 10. Oktober hielt er zwecks der Schaffung einer revolutionären Organisation eine Vorversammlung ab und stellte die Fragen betreffend Bezeichnung und Charakter der Organisation, deren Kampfprogramm und Aktionsrichtschnur zur Diskussion.
Auf dieser Basis rief er am 17. Oktober 1926 in Huadian den Verband zur Zerschlagung des Imperialismus (VZI) ins Leben.
Auf der Gründungsveranstaltung wies er in seinem Referat „Nieder mit dem Imperialismus“ darauf hin, dass der Verband seine aktuelle Aufgabe in der Zerschlagung des japanischen Imperialismus, des Erzfeindes des koreanischen Volkes, und der Erreichung der Befreiung und Unabhängigkeit Koreas sehen müsse. Als Endziel wurden die Errichtung des Sozialismus und Kommunismus in Korea und darüber hinaus die Zerschlagung des Imperialismus und der Aufbau des Kommunismus in der Welt formuliert.
Kim Il Sung wurde nach dem einhelligen Wunsch und Willen aller teilnehmenden Organisationsmitglieder zum Leiter des VZI gewählt.
Der VZI war die erste wahre kommunistische revolutionäre Organisation neuen Typs in Korea.
Die Bildung des VZI wurde zum Ausgangspunkt des Kampfes für die Gründung einer Partei in Korea. Im Boden, den der VZI bereitete, begann die Partei der Arbeit Koreas ihre ruhmreichen Wurzeln zu schlagen. Die Gründung des VZI ermöglichte, dass die koreanische Revolution ein neues Zeitalter begrüßen, das sich auf dem Prinzip der Souveränität entwickelt, und die kommunistische Bewegung Koreas und der Kampf für die nationale Befreiung gestützt auf ein klares Kampfziel und eine ebensolche Strategie einen neuen selbstständigen Entwicklungsweg beschreiten konnten.
Die Konferenz von Kalun zur Erklärung des wahren Wegs der koreanischen Revolution
Nach seiner Entlassung aus dem Jiliner Gefängnis im Mai 1930 brach Kim Il Sung seinen Besuch der Yuwen-Mittelschule ab, wurde zum Berufsrevolutionär.
Er machte sich wiederholt Gedanken über die Frage der Linie der koreanischen Revolution, besonders über die Frage der Linie des bewaffneten Kampfes und des Aufbaus einer Armee neuen Typs und fasste den ideologisch-theoretischen Kern systematisch zusammen, den er bis dahin konzipiert und vervollkommnet hatte.
Auf der Grundlage dieser Vorbereitung berief Kim Il Sung vom 30. Juni bis zum 2. Juli 1930 in der Jinmyong-Schule in Kalun die Konferenz leitender Funktionäre des Kommunistischen Jugendverbandes (KJV) und des Antijapanischen Jugendverbandes (AJV) ein.
Daran nahmen viele leitende Funktionäre des KJV und des AJV teil. Darunter Cha Kwang Su, Kim Hyok, Choe Chang Gol, Choe Hyo Il, Kye Yong Chun und Kim Won U.
Auf der Konferenz hielt Kim Il Sung das historische Referat „Der Weg der koreanischen Revolution“. In seinem Referat umriss er das Grundprinzip der Juche-Ideologie und erhellte den Standpunkt und die Einstellung, an denen man in der Revolution festzuhalten hatte.
Des Weiteren bemerkte er, dass man zu den Volksmassen gehen, sie organisieren und mobilisieren und alle Probleme im revolutionären Kampf in eigener Verantwortung entsprechend der eigenen Realität selbstständig und schöpferisch lösen müsse, um die Revolution zum Sieg zu führen, und verwies darauf, man müsse unbeirrt den Standpunkt und die Haltung beziehen, dass das koreanische Volk Herr der koreanischen Revolution ist und diese auf jeden Fall mit der eigenen Kraft des koreanischen Volkes und gemäß der Realität Koreas verwirklicht werden muss.
In seinem Referat klärte er allseitig die strategisch-taktischen Fragen der koreanischen Revolution. Hauptaufgabe der koreanischen Revolution, so redete er, bestehe darin, den japanischen Imperialismus zu zerschlagen und die Unabhängigkeit Koreas zu erringen sowie zugleich die feudalen Verhältnisse zu beseitigen und die Demokratie zu verwirklichen.
Er bezeichnete die koreanische Revolution als antiimperialistische und antifeudale demokratische Revolution, also eine originelle gesellschaftliche Revolution neuen Typs, die weder eine bürgerliche noch eine sozialistische Revolution sei. Das Objekt der Revolution seien die japanischen Imperialisten und die mit ihnen verbündeten Großgrundbesitzer, Kapitalisten, projapanischen Elemente und Verräter an der Nation.
Und nach der Verwirklichung dieser Revolution, so fuhr er fort, müsse man die Revolution fortsetzen, eine sozialistische, kommunistische Gesellschaft aufbauen und überdies die Weltrevolution vollziehen.
Auf der Kaluner Konferenz umriss er die Richtlinie des bewaffneten Kampfes, der Bildung einer antijapanischen nationalen Einheitsfront und der Parteigründung.
So konnte die koreanische Revolution aus Anlass der Konferenz von Kalun unbeirrt ihren eigenständigen Weg einschlagen, auf dem sie unter dem Juche-Banner, gestützt auf eigene Linie, Strategie und Taktik, voranschritt.
Der Genossenverein Konsol – die erste Parteiorganisation
Im Kampf um die Durchsetzung des Kurses der Konferenz von Kalun legte Kim Il Sung sein Hauptaugenmerk auf die Bildung einer Parteiorganisation.
Denn die antijapanische nationale Befreiungsbewegung zu Beginn der 1930er Jahre entwickelte sich in einer Weise, die in ihrer Breite und Tiefe mit den vorherigen antijapanischen Kämpfen unvergleichbar war. Unter diesen Bedingungen konnte man allein unter dem Schild des KJV die Führung der gesamten antijapanischen nationalen Befreiungsbewegung nicht voll gewährleisten. Nur die Schaffung einer Parteiorganisation machte es möglich, die verschiedenen Massenorganisationen, darunter den KJV, zu erfassen und anzuleiten, die antijapanische nationale Befreiungsbewegung insgesamt zu führen sowie die Vorbereitungen für den bewaffneten antijapanischen Kampf aktiv zu beschleunigen. Da bereits die Leitideologie der Revolution, die revolutionäre Linie und der Kurs auf die Parteigründung vorlagen und die Führungsstruktur der Revolution sowie eine breite Massenbasis geschaffen wurden, erwies sich die Frage der Bildung einer Parteiorganisation als eine herangereifte Forderung.
In Widerspiegelung dieser Forderung berief Kim Il Sung am 3. Juli 1930 in Kalun eine Zusammenkunft zur Schaffung einer Parteiorganisation ein und bildete die erste Parteiorganisation.
Die leitenden Funktionäre des KJV und des AJV wie Cha Kwang Su, Kim Hyok, Choe Chang Gol, Kye Yong Chun, Kim Won U und Choe Hyo Il sowie andere Kommunisten der neuen Generation wurden als Mitglieder aufgenommen.
Kim Hyong Gwon, Kim Ri Gap, Pak Kun Won und Ri Je U, die an dieser Zusammenkunft nicht teilgenommen hatten, wurden als Mitglieder aufgenommen.
In seiner auf der Zusammenkunft gehaltenen Rede „Aus Anlass der Bildung der Parteiorganisation“ sagte Kim Il Sung über die Stellung und Mission der gebildeten ersten Parteiorganisation wie folgt:
„Die heute gebildete revolutionäre Parteiorganisation stellt den Ursprung unserer künftig zu gründenden Partei dar. Sie ist als eine Stammorganisation für die Organisierung und Erweiterung der Parteigrundorganisationen zu bezeichnen, die zur Gründung unserer Partei beitragen werden.“
In seiner Rede verwies er darauf, dass man in den ausgedehnten Gebieten Parteigrundorganisationen rasch organisieren und erweitern und ein einheitliches Leitungssystem dieser Organisationen schaffen sowie die Führung der Massenbewegung durch die Partei verwirklichen sollte. Dann wies er darauf hin, dass die Mitglieder dieser Organisation für die Erreichung der Einheit und Geschlossenheit der revolutionären Reihen ihr Bestes tun sollten, und nannte Aufgaben zur Schaffung einer soliden Massenbasis der Revolution. Er unterstrich, man sollte an dem eigenständigen Standpunkt festhalten und die Arbeit zum Aufbau der Parteiorganisation in enger Verbindung mit dem revolutionären Kampf gegen den japanischen Imperialismus durchführen.
Kim Il Sung gab der ersten Parteiorganisation die Bezeichnung „Genossenverein Konsol“ in Widerspiegelung des weit reichenden Zukunftsplans und des revolutionären Willens, Gleichgesinnte, die Leben und Gefahren, ja das Schicksal miteinander zu teilen bereit sind, ununterbrochen ausfindig zu machen und zusammenzuschließen und die koreanische Revolution voranzubringen und zu vollenden.
Am 10. Juli 1930 gründete er die Zeitschrift „Bolschewik“, eine Publikation, die die Rolle des ideologischen Wortführers der ersten Parteiorganisation spielen sollte.
Nach der Bildung der ersten Parteiorganisation erweiterte er mit ihr als mütterlicher Basis rapide die Parteiorganisationen.
Koreanische Revolutionsarmee
Kim Il Sung beschleunigte die Vorbereitung zur Organisierung und Entfaltung des bewaffneten antijapanischen Kampfes und richtete große Aufmerksamkeit auf die Bildung der Koreanischen Revolutionsarmee (KRA).
Um die KRA zu gründen, legte er das Hauptgewicht darauf, in diese Armee aufzunehmende Jugendliche auszuwählen und Waffen zu beschaffen, und brachte die entsprechenden Vorbereitungen voran.
Er bildete mit wahrhaften Kommunisten der neuen Generation bewaffnete Formationen und wirkte darauf hin, die Angehörigen der Unabhängigkeitsarmee, die mit fortschrittlichen Ideen sympathisierten, zu erziehen und für sich zu gewinnen sowie entsprechend ihrem ideologischen Reifegrad in die KRA aufzunehmen.
Zudem beschleunigte er aktiv die Vorbereitungen für die Bildung der bewaffneten Formationen: Waffenbeschaffung auf verschiedenen Wegen und Erarbeitung von Kampfprogramm und Organisationsnormen.
Im Anschluss an die Beendigung der Vorbereitung zur Gründung der KRA berief er am 6. Juli 1930 in Guyushu, Kreis Yitong, die Konferenz der Funktionäre der Partei und des KJV ein und proklamierte die Formierung der KRA.
Die KRA war eine politische und halbmilitärische Organisation, die sich von der Juche-Ideologie leiten ließ und die massenpolitische Arbeit wie auch militärische Aktivitäten entfaltete.
Über die Mission und Hauptaufgabe der KRA sagte Kim Il Sung:
„Sie muss durch ihre intensiven politischen und militärischen Aktivitäten ein Kern ausmachendes Rückgrat des bewaffneten Kampfes bilden, die für diesen Kampf nötigen Waffen beschaffen, militärische Erfahrungen sammeln, die breiten Volksmassen fest zusammenschließen und sich konsequent auf einen organisierten bewaffneten Kampf gegen Japan vorbereiten. Hierin bestehen Mission und Hauptaufgabe der KRA.“
Kim Il Sung schickte kleine bewaffnete Gruppen der KRA in die Mandschurei und in verschiedene Gebiete Koreas und ließ sie dort rege militärische und politische Aktivitäten entfalten.
Parallel zur Organisierung und Führung der militärischen und politischen Tätigkeiten der KRA brachte er die Arbeit zur Schaffung der Massenbasis des bewaffneten Kampfes mit der Mittelmandschurei als Zentrum zügig voran.
2. Organisierung und Entfaltung des antijapanischen bewaffneten Kampfes (Dezember 1931–Februar 1936)

Mingyuegou-Winterkonferenz für den Beginn des antijapanischen bewaffneten Kampfes
Kim Il Sung hielt vom 16. bis zum 25. Dezember 1931 in Mingyuegou, Kreis Yanji, eine Funktionärskonferenz der Partei und des Kommunistischen Jugendverbandes (KJV) ab, um sofort einen bewaffneten Kampf gegen Japan zu organisieren und zu entfalten.
An dieser Konferenz nahmen über 40 avantgardistische revolutionäre Streiter teil, die in den revolutionären Organisationen und im praktischen Kampf gestählt und herangebildet wurden.
Auf der Konferenz hielt Kim Il Sung die historische Rede „Über die Organisierung und Entfaltung des bewaffneten Kampfes gegen den japanischen Imperialismus“.
In seiner Rede meinte er, es sei die Zeit gekommen, in der sich alle mit der Waffe in der Hand zum hehren Kampf für die Befreiung des Vaterlandes erheben sollten. Dabei forderte er, ungeachtet der Unterschiede zwischen Arm und Reich, zwischen den Ständen, hinsichtlich Parteizugehörigkeit und Glaubensbekenntnisse alle antijapanisch und patriotisch gesinnten Kräfte zum bewaffneten Kampf zu mobilisieren.
Ferner betonte er, wer ein Gewehr habe, gebe Gewehr, wer Geld besitze, gebe Geld, und wer Kraft habe, Kraft; so solle sich das gesamte Volk einmütig zum bewaffneten Kampf gegen die japanischen Eroberer erheben.
Allseitig legte er die Aufgaben und Wege bei der Entfaltung des bewaffneten Kampfes in Form des Partisanenkrieges dar.
Er forderte, die Antijapanische Volkspartisanenarmee (AVPA) als eine stehende revolutionäre bewaffnete Formation zu gründen.
Er hob hervor, die Bewaffnung – eines der beiden wesentlichen Elemente der Streitmacht – sei einer der Hauptfaktoren, von denen der Erfolg des bewaffneten Kampfes abhänge. Er gab die Losung aus „Waffen bedeuten unser Leben! Waffen gegen Waffen!“ und stellte die Aufgaben, die Waffen der Gegner zu erbeuten, sich damit zu bewaffnen, aber auch selbst Waffen herzustellen.
Kim Il Sung wies auf die Bildung von Partisanenstützpunkten, die Schaffung der Massenbasis des bewaffneten Kampfes, die Bildung einer antijapanischen Einheitsfront des koreanischen und des chinesischen Volkes und die Verstärkung der Arbeit der Parteiorganisationen und des KJV hin.
Auf der Konferenz wurde mehrmals der Wille bestätigt, antijapanische nationale Befreiungsbewegung zum bewaffneten Kampf, deren höchster Stufe, übergehen zu lassen, und unter der Losung „Waffen gegen Waffen, revolutionäre Gewalt gegen konterrevolutionäre Gewalt!“ der antijapanische Krieg für die Vernichtung der japanischen Imperialisten mit Waffen offiziell verkündet.
Die Mingyuegou-Winterkonferenz war eine Konferenz, die den Beginn des bewaffneten Kampfes gegen Japan einleitete und eine Wende in der antijapanischen nationalen Befreiungsbewegung und in der kommunistischen Bewegung Koreas herbeiführte. So trat der antijapanische nationale Befreiungskampf unseres Landes unter dem Banner in eine neue und hohe Etappe des organisierten bewaffneten Kampfes ein.
Gründung der Antijapanischen Volkspartisanenarmee
Kim Il Sung trieb die Arbeit zur Gründung der Antijapanischen Volkspartisanenarmee (AVPA), die zur führenden Kraft des bewaffneten Kampfes gegen Japan werden sollte, voller Elan voran.
Er schickte einerseits viele führende protagonistische Kräfte in ausgedehnte Gebiete der Mandschurei wie Wangqing, Yanji, Hunchun, Ningan und Jilin und verlegte andererseits das Zentrum seines revolutionären Wirkens nach Antu – ein Gebiet, das für die Entfaltung des Partisanenkrieges in vieler Hinsicht günstig war – und leitete die Arbeit für die Gründung der Partisanenarmee an.
Auf einer Sitzung des Distriktsparteikomitees Xiaoshahe und auf einer Zusammenkunft der leitenden Kader der Partei und des KJV, die im Januar 1932 in Xiaoshahe, Kreis Antu, stattfanden, traf er einschneidende Maßnahmen für die Lösung der bei der Gründung der AVPA auftretenden Fragen.
Er bildete die in der Koreanischen Revolutionsarmee (KRA) sowie den Partei- und KJV-Organisationen gestählten und herangebildeten Mitglieder zum Rückgrat der bewaffneten Formation. Und er wirkte dahin, dass die Jugendlichen, die in den halbmilitärischen Organisationen wie der Roten Wehr, den Arbeiterwachmannschaften und der Kinderavantgarde in Antu und Umgebung politisch und militärisch vorbereitet wurden, und in vielen Kreisen am Ufer des Tuman die im Erntekampf gehärteten und erprobten Jugendlichen ausgewählt und mit ihnen bewaffnete Formationen aufgestellt wurden.
Als das erwähnte Rückgrat entstand, organisierte er Anfang März 1932 in Xiaoshahe, Kreis Antu, zunächst eine kleine Partisanengruppe aus 18 jungen Kommunisten, darunter Cha Kwang Su, Kim Il Ryong, Pak Hun, Kim Chol (Kim Chol Hui) und Ri Yong Bae.
In verschiedenen Gebieten, darunter Wangqing, Yanji, Helong und Hunchun, wurden kleine Partisaneneinheiten gebildet.
Er organisierte und entfaltete den Kampf, die Waffen zu beschaffen.
Die Mitglieder der Partisanengruppen und der revolutionären Organisationen entfalteten überall einen opferbereiten Kampf, um Waffen der japanischen imperialistischen Aggressionsarmee, der japanischen Polizisten, der Marionettenarmee Mandschukuos, der projapanischen Handlanger und der reaktionären bürokratischen Beamten zu erbeuten.
Daneben stellten sie zuerst in Schmieden aus Eisen Stich- und Stoßwaffen wie Schwert und Lanze her und dann in Waffenwerkstätten Handgranaten.
Kim Il Sung legte großes Gewicht darauf, eine Massenbasis für den bewaffneten Kampf gegen Japan zu schaffen.
Vom Februar bis März 1932 wirkte er persönlich, als „Knecht“ verkleidet, im Dorf Fuerhe, einem für die Partisanentätigkeit sehr günstigen Ort. Er revolutionierte dieses Dorf und verallgemeinerte diese Erfahrungen für viele Ortschaften.
So entstand in kurzer Frist in vielen Dörfern am Ufer des Tuman eine Massenbasis des bewaffneten Kampfes.
Im Frühling 1932 organisierte und mobilisierte er über 100 000 Bauern in verschiedenen Gebieten der Ostmandschurei zu einem groß angelegten Frühjahrskampf.
Dieser Kampf versetzte den japanischen Imperialisten und den reaktionären Gutsbesitzern einen heftigen Schlag, stählte die kleinen Partisaneneinheiten und revolutionären Organisationen noch mehr und rüttelte viele Arbeiter, Bauern und patriotische Jugendliche revolutionär wach.
Große Aufmerksamkeit richtete Kim Il Sung darauf, eine gemeinsame Front mit chinesischen antijapanischen Truppen zu bilden.
Unabhängig von den bestehenden Formeln löste er entsprechend den Forderungen und Besonderheiten des Partisanenkrieges auf neue Weise die Fragen betreffend Zusammensetzung der Partisanenarmee, ihr Führungssystem und ihre Uniform.
Und er berief die letzte Versammlung für die Gründung der AVPA ein und nahm die letzte Prüfung der in die Armee Eintrittswilligen vor und legte Gründungsdatum und -ort der Partisanenarmee und deren aktuelles Aktionsgebiet fest.
Er baute die AVPA mit Kompanien als ihren Hauptkampfeinheiten auf und wurde zum Kommandeur und gleichzeitig zum Politkommissar gewählt.
Am 25. April 1932 hielt Kim Il Sung auf einem Hügel in Tuqidian bei Xiaoshahe, Kreis Antu, die Gründungsfeier ab und verkündete vor aller Welt die Gründung der Antijapanischen Volkspartisanenarmee (AVPA).
Auf der Gründungsveranstaltung hielt er die Rede „Zur Gründung der Antijapanischen Volkspartisanenarmee“, in der er deren Charakter und Mission wie folgt umriss:
„Die AVPA besteht aus Arbeitern, Bauern und aus patriotisch gesinnten Jugendlichen, die ihr Land und ihr Volk lieben und gegen die japanischen Imperialisten und ihre Handlanger zu Felde ziehen. Sie ist eine revolutionäre bewaffnete Kraft des Volkes und die wahre Verfechterin seiner Interessen.
Das Ziel und die Mission der Volkspartisanenarmee bestehen darin, die Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus in Korea zu stürzen und die nationale Unabhängigkeit und soziale Befreiung des koreanischen Volkes zu erreichen.“
Kim Il Sung erläuterte in der Rede die umfassenden Aufgaben zur aktiven Entfaltung des bewaffneten Kampfes gegen Japan. Diese bestanden darin, die AVPA zu erweitern und zu festigen, die Partisanenstützpunkte beschleunigt zu schaffen und die Beziehungen mit den Volksmassen zu verstärken.
Die von ihm in Antu gegründete AVPA bestand als die unter seinem direkten Befehl stehende Truppe aus den in der Ost- und Südmandschurei ausgewählten Avantgardisten und den Vorhutkämpfern aus dem Inland Koreas. Sie sah ihr Prinzip darin, im Gebiet um das Gebirge Paektu und in den Gebieten am Ufer des Amnok und des Tuman zu wirken.
Nach der Gründung der AVPA in Antu wurden von den von Kim Il Sung entsandten leitenden Zellen weitere Partisaneneinheiten in verschiedenen Gebieten der Ostmandschurei, darunter in Wangqing, Yanji, Helong und Hunchun, organisiert. Auch in der Nord- und Südmandschurei wurden von Kim Chaek, Choe Yong Gon, Ri Hong Gwang, Ri Tong Gwang und anderen zuverlässigen Revolutionären Koreas Partisaneneinheiten formiert.
Die Gründung der AVPA durch Kim Il Sung war ein Ereignis, das eine Wende im revolutionären Kampf und beim Aufbau der Streitmacht des koreanischen Volkes herbeiführte.
Kampf zum Schutz der Partisanengebiete
Kim Il Sung organisierte die Arbeit zur Schaffung eines festen, alle Einwohner einbeziehenden Verteidigungssystems in den Partisanengebieten am Fluss Tuman.
Kim Il Sung ließ alle Einwohner der Partisanengebiete bewaffnen und die Partisanengebiete in eine Festung verwandeln.
Er ließ auch Jugendliche, Männer im besten Alter und Kinder in den halbmilitärischen Organisationen wie der Antijapanischen Selbstschutzwehr, der Kinderavantgarde und der Freiwilligen Jugendabteilung zusammenschließen und ihre militärische Ausbildung intensivieren.
Er wirkte darauf hin, dass man einerseits Kämpfe zur Erbeutung feindlicher Waffen tatkräftig entfaltete und andererseits im Geiste des Schaffens aus eigener Kraft selbst Waffen herstellte.
Er leitete persönlich die Arbeit zur Verwandlung des Partisanengebietes Xiaowangqing in eine vorbildliche Festung an.
Er ließ in der vordersten Verteidigungslinie und der Tiefe der Verteidigung Schützen-, Deckungs- und Laufgräben ausheben und Beobachtungs-, Zwischen-, Empfangs-, Boden- und Torposten als Wachposten aufstellen sowie Steinhaufen, Fallgruben und Sperren vorbereiten.
Außerdem sorgte er dafür, dass ein Mobilmachungssystem für Notfälle geschaffen und lückenlose Maßnahmen zur Evakuierung eingeleitet wurden, damit die Partisanen, die Mitglieder der paramilitärischen Organisationen und die Einwohner schnell mobilisiert werden konnten, wenn die Feinde angriffen.
Mitte Februar 1933 zerschlug man unter seiner Führung in der Schlacht zur Verteidigung des Partisanengebietes Yaoyinggou, Kreis Wangqing, die ins Partisanengebiet eindringende japanische Garnison durch einen Angriff aus dem Hinterhalt und streckte die am Tag darauf erneut angreifende Garnison scharenweise nieder, wodurch die Schlacht siegreich endete.
Als die Feinde Mitte April jenes Jahres unter Deckung von Geschützen und Flugzeugen und unter Einsatz von einer mehr als 1500 Mann starken Truppe das Partisanengebiet Xiaowangqing, wo sich das Hauptquartier befand, umzingelten und hartnäckig angriffen, versetzte Kim Il Sung, gestützt auf die befestigten Verteidigungsstellungen, durch Täuschungsmanöver und Angriffe aus dem Hinterhalt und Überraschungsangriffe die Feinde in Passivität.
Die japanischen Imperialisten, die durch den heldenhaften Kampf der AVPA und der Bewohner der Partisanengebiete eine schwere Niederlage erlitten, verübten unter Einsatz von einer mehr als zehntausend Mann starken Truppe eine groß angelegte „Strafexpeditions“-Winteroffensive um die „endgültige Vernichtung“ der Partisanengebiete.
So gerieten die Partisanengebiete im Ufergebiet des Tuman in eine schwierige Lage.
Angesichts der entstandenen militärisch-politischen Lage ergriff Kim Il Sung im Oktober 1933 auf einer Sitzung in Shiliping aktive Maßnahmen zur Zurückschlagung der groß angelegten feindlichen „Strafexpeditionen“ in allen Partisanengebieten und organisierte und führte die Schlacht zum Schutz des Partisanengebietes Xiaowangqing.
Er ließ einen totalen Verteidigungskampf entfalten und durch konzentrierten Beschuss, Handgranaten- und Steinwürfe die wellenartig angreifenden Feinde vernichten. Als die Feinde ständig große Truppenkontingente in die Schlacht warfen, ging er zu einem Zermürbungskampf durch flexible Bewegung, bei der es hauptsächlich um Anlockungs- und Täuschungstaktiken ging, und zu aktiven Verteidigungsaktionen über, lockte die Feinde tief ins Innere des Partisanengebietes hinein, trieb sie in die Defensive und versetzte ihnen einen vernichtenden Schlag durch Angriffe aus dem Hinterhalt, Scharfschützen, Überraschungsangriffe auf die feindlichen Biwaks und Handgranatenwürfe auf feindliche Lagerfeuer und weitere Kampfmethoden.
Obwohl die Feinde wiederholt Niederlage erlitten, glaubten sie an ihre zahlenmäßige und technische Überlegenheit, verstärkten weiter ihre Kräfte und griffen hartnäckig an, um unter allen Umständen das Partisanengebiet Xiaowangqing zu erdrosseln.
Kim Il Sung erfasste die entstandene Situation und startete eine kühne Operation, um neben dem Verteidigungskampf zum Schutz des Partisanengebietes und dessen Einwohner in die Tiefe des feindlichen Hinterlands einzudringen und den Feind im Rücken zu attackieren und so eine Wende im Kampfgeschehen herbeizuführen.
Kim Il Sung drang Mitte Februar 1934 mit einer Einheit der Partisanenarmee, die für den Schutz des Partisanengebietes Xiaowangqing zuständig war, ins feindliche Hinterland, attackierte nacheinander die Feinde und unternahm den Überraschungsangriff auf Daduchuan, einen der Hauptstützpunkte der feindlichen „Strafexpeditionen“.
Von diesen Schlägen in Panik versetzt, lösten die Feinde die Umzingelung des Partisanengebietes auf und zogen sich in ihre Bereitstellungsräume zurück. Die nahezu 90 Tage andauernde Schlacht zur Verteidigung des Partisanengebietes Xiaowangqing endete mit dem Sieg der Partisanenarmee und der Einwohner.
Durch diesen Verteidigungskampf wurden viele Methoden des Partisanenkampfes begründet, militärstrategische und taktische Grundlagen zum künftigen Übergang zu Aktionen mit großen Truppen geschaffen und die AVPA zu einer unbesiegbaren revolutionären Streitmacht mit reichen Erfahrungen entwickelt, die jedweden feindlichen Überfall zu zerschlagen imstande war.
Für die Ausdehnung des bewaffneten Kampfs aufs Landesinnere Koreas
Kim Il Sung gestaltete einerseits die Partisanenstützpunkte am Fluss Tuman als Herd und militärisch-strategische Basis der koreanischen Revolution und organisierte andererseits den Kampf um die Ausdehnung des bewaffneten antijapanischen Kampfes auf das Landesinnere Koreas.
Mit einer Einheit der AVPA verließ er Anfang März 1933 Macun im Partisanengebiet Xiaowangqing, überquerte den Fluss Tuman, der vom Feind scharf überwacht wurde, und stieß in das Gebiet Onsong im Vaterland vor.
Auf dem am 11. März 1933 auf dem Berg Wangjae abgehaltenen Treffen der Leiter der revolutionären Untergrundorganisationen und der illegalen Politarbeiter im Gebiet Onsong legte er den Kurs darauf fest, den bewaffneten Kampf aufs koreanische Inland auszudehnen und weiterzuentwickeln.
Zu diesem Zweck müsse man in weiten Gegenden in Korea mehr Halbpartisanengebiete errichten und stärken. Die Partisanenarmee müsse in den Gebieten längs des Flusses Tuman Kampfaktionen entfalten, und die revolutionären Untergrundorganisationen in Korea sollten energisch darum ringen, die breiten Massen in sich zusammenzuschließen und zu revolutionieren, und geheime Treffpunkte und andere Aktionsstützpunkte einrichten, wobei die günstigen natürlichen Bedingungen der Waldgebiete zu nutzen seien.
Im Interesse der Ausdehnung des bewaffneten Kampfes auf den Boden des Vaterlandes und seiner Weiterentwicklung, so fuhr er fort, solle man das gesamte Volk zu einer einheitlichen politischen Kraft fest zusammenschließen und alle diejenigen, die den japanischen Imperialismus hassen und aufrichtig die Wiedergeburt des Vaterlandes wünschen, unabhängig von ihrer Vermögenslage, ihrem Bildungsstand, Wohnort und Geschlecht unter dem Banner der antijapanischen nationalen Einheitsfront fest vereinen und mehr legale und illegale Massenorganisationen verschiedener Formen bilden, um sie breite Massen scharen und sie revolutionär erziehen.
Die Vorbereitung der Ausdehnung und Weiterentwicklung des bewaffneten Kampfes auf Korea solle eng mit dem Kampf der Massen in Korea verbunden werden. Der antijapanische Kampf solle in verschiedenen Formen organisiert und entfaltet werden. Die Revolutionäre und die Bevölkerung in Korea sollten der Partisanenarmee und den Einwohnern der Partisanengebiete aktive Hilfe erweisen.
Er betonte, es müsse eine Partei, einen revolutionären Stab, geben, um diese schweren und komplizierten revolutionären Aufgaben erfolgreich zu erfüllen. Und dafür solle man energisch darum ringen, kommunistische Zellen heranzubilden, die mit fortschrittlichen Ideen ausgerüstet und im praktischen Kampf gestählt und erprobt sind.
Umorganisierung der AVPA zur KRVA
Kim Il Sung organisierte und führte die Arbeit für die Umorganisierung der AVPA zur Koreanischen Revolutionären Volksarmee (KRVA).
Unter den realen Verhältnissen, unter denen sich durch rapides Wachstum der Kräfte der AVPA ihre Einheiten in allen Kreisen der Ostmandschurei im Herbst 1933 zu Regimentern vergrößerten, befähigte Kommandeure und Politkader heranwuchsen und sich die militärischen Aktionsgebiete und das Ausmaß des Kampfes erweiterten, war es mit dem bisherigen Führungssystem nicht länger möglich, alle Partisanentruppen einheitlich zu führen.
Kim Il Sung berief am 9. März 1934 in Macun, Kreis Wangqing, eine Sitzung der Militär- und Politkader der AVPA ein und legte die Richtlinie für die Umorganisierung der AVPA zur KRVA dar.
Er wies darauf hin, dass man unter Berücksichtigung der Besonderheiten des bewaffneten antijapanischen Kampfes, der gegen die regulären Streitkräfte des Feindes auf dem Wege des Partisanenkriegs stattfand, die KRVA gemäß dem System einer regulären Streitmacht formieren sollte, und zwar so, dass das Prinzip des Partisanenkrieges konsequent zum Durchbruch kommen könnte. Es seien Truppen zu organisieren, damit ihre einheitliche Führung durch das Hauptquartier der KRVA vollauf verwirklicht werden könnte.
Er organisierte systematisch Divisionen, Regimenter, Kompanien, Züge und Gruppen und errichtete ein einheitliches Führungs- und Verwaltungssystem über alle Partisanentruppen.
Er legte die Kompanie als Hauptkampfeinheit fest und bildete Truppen, sodass sich die Kompanien maximal stärkten und die einheitliche Führung durch das Hauptquartier voll realisiert werden konnte.
So fand die Umgruppierung der AVPA in die KRVA von März bis Mai 1934 ihren erfolgreichen Abschluss.
In der KRVA wurden zwei Divisionen und ein selbstständiges Regiment organisiert.
Der erste Feldzug der KRVA nach der Nordmandschurei
Kim Il Sung legte auf der Tagung der Militär- und Politfunktionäre der KRVA, die Ende August 1934 in Yaoyinggou, Kreis Wangqing, stattfand, die operative Richtlinie zur endgültigen Durchkreuzung der Belagerungsoperation der japanischen Imperialisten dar und entschloss sich, den Feldzug nach der Nordmandschurei zu unternehmen.
Dieser Entschluss hatte zum Ziel, den in der Nordmandschurei operierenden antijapanischen bewaffneten Truppen Hilfe zu leisten, die gemeinsame Front mit ihnen zu festigen und zugleich durch Attacken auf das gegnerische Hinterland die Belagerungsoperation der japanischen Aggressoren zu durchkreuzen.
Unter Kim Il Sungs persönlichem Befehl stieß die Feldzugstruppe der KRVA Ende Oktober jenes Jahres in die Nordmandschurei vor, entfaltete überall militärische Aktionen, darunter die Schlacht in der Gegend Hengdaohezi, Kreis Ningan, die Schlacht Shitouhe am Ufer des Sees Jingbohu in Nanhutou, die Schlacht bei Fangshengou, die Schlacht bei Xinanzhen, die Schlacht am Ufer des Flusses Dahailanghe und die Schlacht in Laozhuanjia, trieb so die in Ningan stationierten Truppen der japanischen Aggressionsarmee und der Jingan-Armee in den Zustand des Zusammenbruchs und erhöhte den Kampfeselan der chinesischen bewaffneten Formationen. Die Feldzugstruppe entfaltete mit verschiedenen Formen und Methoden die politische Arbeit einschließlich der Aufführungen der Mundharmonikagruppe, revolutionierte die Gegend von Ningan, welche als ein Ödland der Revolution bezeichnet wurde, und schloss die Bewohner in verschiedenen Organisationen zusammen.
Kim Il Sung schickte zum Schutz der Partisanengebiete zuerst den großen Teil der Feldzugstruppe in die Ostmandschurei, blieb mit wenigen Soldaten in der Nordmandschurei zurück und entfaltete militärisch-politische Aktivitäten. Ende Januar 1935 trat er, nachdem er die vor der Feldzugstruppe stehenden militärischpolitischen Aufgaben ganz erfüllt hatte, den Rückweg an.
Er beschleunigte den Marsch, indem er die hartnäckige Verfolgung des Gegners zurückschlug. Unterwegs nahe dem Bergpass Tianqiaoling wurde er von Schüttelfrost befallen und befand sich im Koma.
Trotz hohen Fiebers von 40 Grad nahm er sein schwindendes Bewusstsein zusammen, dichtete das Revolutionslied „Lied vom antijapanischen Krieg“ und sang es zur Ermutigung seiner übermüdeten Soldaten. Der Greis Kim im Holzeinschlagbetrieb Tianqiaoling bekundete Selbstlosigkeit, um in feindlicher scharfer Umzingelung Kim Il Sung aus der Todeszone zu evakuieren. Die Familie des alten Mannes Jo Thaek Ju im Dawaizi-Tal sorgte mit aller Hingabe für Kim Il Sungs persönliche Sicherheit und Genesung.
Kim Il Sung beendete Mitte Februar 1935 den Feldzug nach der Nordmandschurei und kehrte ins Partisanengebiet Yaoyinggou zurück.
Der erste Feldzug der KRVA nach der Nordmandschurei festigte nicht nur die kämpferische Freundschaft und Geschlossenheit zwischen den bewaffneten Einheiten und Völkern beider Länder, Koreas und Chinas, sondern auch zersplitterte und schwächte durch Angriffe auf das gegnerische Hinterland die auf die „Strafexpedition“ der Partisanengebiete konzentrierten Feindkräfte und versetzte der Belagerungsoperation des Gegners entscheidende Schläge.
Erklärung des eigenständigen Standpunktes der koreanischen Revolution
Bei der Erweiterung und Weiterentwicklung des bewaffneten antijapanischen Kampfes in der ersten Hälfte der 1930er Jahre stellten sich die Diversions- und Subversionsmachenschaften der japanischen Imperialisten gegen die revolutionären Kräfte und die Spaltungsumtriebe der Nationalchauvinisten und der fraktionsmacherischen Kriecher als drängende Fragen.
Als es den japanischen Imperialisten nicht gelang, mit der auf Bajonetten gestützten faschistischen Herrschaft wie auch mit der Methode der „Kulturherrschaft“ den antijapanischen Kampf des koreanischen Volks aufzuhalten, fabrizierten sie im Februar 1932 in Yanji die „Minsaengdan“.
„Minsaengdan“ war eine intrigante Agenten- und antikommunistische Handlangerorganisation der japanischen Imperialisten.
Gleich nach der Fabrizierung der „Minsaengdan“ kam ihr reaktionärer Charakter ans Licht, sie wurde von den Revolutionären und dem Volk angeprangert, zurückgestoßen und kurz danach aufgelöst.
Die japanischen Imperialisten erdichteten daher im September 1934 die „Jiandao-Gesellschaft für Zusammenarbeit“ als Nachfolgerin der „Minsaengdan“ und griffen zu noch grausameren und raffinierteren Machenschaften, um die revolutionären Reihen zu zersetzen.
Die Feinde verbreiteten das Gerücht, dass sich zahlreiche Angehörige der „Minsaengdan“ in die Partisanengebiete eingeschlichen hätten, und zettelten Komplotte an, um den standhaften Revolutionären zu schaden, wodurch diese einander misstrauten und zurückstießen.
Auf die Intrigen der japanischen Imperialisten hereingefallen, missbrauchten die linksextremen Chauvinisten und sektiererischen Kriecher den Kampf gegen die „Minsaengdan“ für die Realisierung ihres engstirnigen nationalchauvinistischen Ziels und ihrer niederträchtigen sektiererischen Absicht.
Demzufolge verlief dieser Kampf auf linksradikale Weise.
In den Partisanengebieten in der Ostmandschurei setzte sich der Kampf gegen die „Minsaengdan“ fort, eine Auseinandersetzung gegen die nicht existierende „Minsaengdan“, und es trugen sich schreckliche Vorfälle zu, der gestalt, dass aufrechte koreanische Revolutionäre, die kein Mitglied von „Minsaengdan“ waren, der Mitgliedschaft der „Minsaengdan“ beschuldigt und massenhaft getötet wurden.
Kim Il Sung entlarvte auf der Konferenz, die vom 24. Februar bis 3. März 1935 in Dahuangwai stattfand, die Machenschaften der linksradikalen Chauvinisten und der sektiererischen Kriecher, versetzte ihnen so entscheidende Schläge und behauptete entschlossen den eigenständigen Standpunkt der koreanischen Revolution.
Auf der Konferenz hielt er die Rede „Der Kampf um die koreanische Revolution – ein souveränes Recht der Kommunisten Koreas“.
Er widerlegte anhand von wissenschaftlich fundierten Beweismaterialien die unsinnige Sophisterei der linken Chauvinisten, dass 70 Prozent der Koreaner und 80 bis 90 Prozent der koreanischen Revolutionäre in der Ostmandschurei Anhänger der „Minsaengdan“ seien oder entsprechend verdächtigt würden und die Partisanengebiete Stätten zur Ausbildung von Mitgliedern der „Minsaengdan“ seien.
Er prangerte scharf an, dass sie den Kampf gegen die „Minsaengdan“ für die Verwirklichung ihrer engstirnigen chauvinistischen Ziele und ihrer bösen sektiererischen Absicht missbrauchten.
Ferner kritisierte er die engstirnige nationalchauvinistische Ansicht über die Kaderfrage und legte das Prinzip der Auswahl und des Einsatzes von Kadern dar.
Er sagte, dass die Kommunisten Koreas, die die hehre Mission haben, das von den räuberischen japanischen Imperialisten geraubte Vaterland und das Schicksal der Not leidenden koreanischen Nation zu retten, niemals die Losung der Befreiung der koreanischen Nation, wann und wo sie auch kämpfen mögen, über Bord werfen sollten, und bestand beharrlich darauf, dass es ein souveränes Recht und eine erhabene Pflicht der koreanischen Kommunisten sei, für die Befreiung ihres Vaterlandes zu kämpfen. Dies könne ihnen niemand aberkennen und niemand könne an ihrer Stelle diese Pflicht übernehmen.
Die Konferenzteilnehmer brachten ihre Unterstützung und Sympathie für seine prinzipienfeste und argumentreiche Darlegung zum Ausdruck.
Die Dahuangwai-Konferenz machte es möglich, die koreanische Revolution aus einer Krise zu retten und den antijapanischen nationalen Befreiungskampf unter dem Juche-Banner tatkräftig voranzubringen, das Schicksal zahlreicher koreanischer Revolutionäre zu retten und die Einheit und Geschlossenheit der revolutionären Reihen aufrechtzuerhalten.
Zweiter Feldzug nach der Nordmandschurei
Kim Il Sung organisierte und führte die aktiven militärischen und politischen Tätigkeiten der KRVA in weiten Gebieten.
Er legte auf der Sitzung der Kommandeure der KRVA, die Ende April 1935 in Yaoyinggou stattfand, die Aktionsgebiete der vorstoßenden Truppen, die Zusammenstellung ihrer Kräfte und ihre Aufgaben dar und stellte der Haupttruppe der KRVA die Aufgabe, den Feldzug nach der Nordmandschurei zu unternehmen.
Der wichtigste Beweggrund für den erneuten Feldzug nach der Nordmandschurei bestand darin, die Solidarität mit den in der Nordmandschurei wirkenden koreanischen Revolutionären zu festigen, einen Weg zur allseitigen Zusammenarbeit mit ihnen zu eröffnen, das kämpferische Bündnis mit chinesischen Kommunisten in der Nordmandschurei, dessen Beginn durch den ersten Feldzug nach der Nordmandschurei eingeleitet wurde, zu stabilisieren und den gemeinsamen Kampf mit ihnen zu aktivieren. Vor dem zweiten Feldzug nach der Nordmandschurei organisierte Kim Il Sung die Gefechte in Laoheishan und Taipinggou, um die Macht der KRVA zu demonstrieren, die Kampfmoral der Feldzugsteilnehmer zu erhöhen und hinlängliche Vorbereitungen für den Feldzug zu treffen.
Er brach mit der Feldzugseinheit von Taipinggou aus auf und stieß über Shitouhezi, Sidaohezi, Barengou und den steilen Laoyeling-Pass in die Nordmandschurei vor.
Er nahm Ende Juli mit den in der Nordmandschurei wirkenden chinesischen Kommandeuren Kontakt auf und traf Maßnahmen dafür, den gemeinsamen Kampf zu aktivieren. Im Anschluss daran organisierte und führte er zahlreiche Schlachten, darunter die Gefechte in Shandongtun, Kreis Ningan, in Qinggouzi, bei Nantianmen und in Liucaigou bei Guandi, Kreis Emu, und verlieh dadurch dem Volk Siegeszuversicht und versetzte die Feinde in Unruhe und Angst.
Er entfaltete mit verschiedenen Formen und Methoden die politische Arbeit, revolutionierte somit die breite Bevölkerung und rief sie zum antijapanischen Kampf auf.
Und er schickte hervorragende Kommandeure und Soldaten der KRVA zu den bewaffneten Truppen in der Nordmandschurei, wodurch ihre Kampfkraft gestärkt wurde.
Auch die Truppen der KRVA, die in nördliche Gebiete Koreas, in die Gegenden am Ufer des Tuman und in Richtung Südmandschurei vorrückten, entfalteten überall rege militärisch-politische Aktivitäten und versetzten den Feinden empfindliche Schläge.
3. Großer Aufschwung des antijapanischen nationalen Befreiungskampfes (Februar 1936–August 1940)

Konferenz in Nanhutou, Wendepunkt der koreanischen Revolution in den 1930er Jahren
Kim Il Sung berief eine Konferenz der militärischen und politischen Kader der KRVA ein, die vom 27. Februar bis zum 3. März 1936 in Nanhutou, Kreis Ningan, stattfand.
Kim Il Sung erstattete auf der Konferenz den historischen Bericht „Aufgaben der Kommunisten zur Stärkung und Weiterentwicklung des antijapanischen nationalen Befreiungskampfes“.
In seinem Bericht sagte er über die vor den koreanischen Kommunisten stehende strategische Aufgabe:
„Eine wichtige Aufgabe der koreanischen Kommunisten in dieser für uns günstigen Situation besteht darin, die revolutionären Kräfte unseres Volkes zu festigen und unter Aufbietung all dieser Kräfte den antijapanischen nationalen Befreiungskampf weiterzuentwickeln.“
Er legte in seinem Bericht den Kurs zur erfolgreichen Durchsetzung dieser Aufgabe dar.
Dieser Kurs war darauf gerichtet, die Haupttruppe der KRVA in die Grenzgebiete nahe Korea vorrücken zu lassen und ihr Kampffeld nach und nach auf das koreanische Landesinnere auszudehnen, um in der gegenwärtigen Etappe den antijapanischen nationalen Befreiungskampf zu einem steilen Aufschwung zu bringen. Er zielte auf die Erweiterung und Weiterentwicklung der antijapanischen nationalen Einheitsfrontbewegung im ganzen Lande. Kim Il Sung legte den Kurs dar, wie die Vorbereitungsarbeit für die Gründung der Partei im Maßstab des ganzen Landes aktiv voranzubringen sei.
In Erinnerung an jene Zeit sagte Kim Il Sung, die Konferenz in Nanhutou könne als ein Wendepunkt der koreanischen Revolution bezeichnet werden, der die erste und die zweite Hälfte der 1930er Jahre teilt. Die koreanischen Kommunisten hätten dank der auf dieser Konferenz angenommenen Beschlüsse einen neuen Meilenstein zur Weiterentwicklung der koreanischen Revolution mit dem bewaffneten antijapanischen Kampf als Mittelpunkt.
Die Liga für die Wiedergeburt des Vaterlandes, Organisation der antijapanischen nationalen Einheitsfront
Kim Il Sung trieb die Arbeit zur Gründung der Liga für die Wiedergeburt des Vaterlandes (LWV), einer ständigen Organisation der antijapanischen nationalen Einheitsfront, tatkräftig voran.
Ende März 1936 bildete er in Mihunzhen ein aus leitenden Funktionären der KRVA und namhaften Vertretern patriotischer Organisationen bestehendes Vorbereitungskomitee zur Gründung der LWV, schickte kleine Einheiten und illegale Politarbeiter ins koreanische Inland und in viele Gebiete der Mandschurei, um die organisatorische und politische Arbeit zur Gründung der LWV zu aktivieren.
Kim Il Sung hielt vom 1. bis 15. Mai 1936 in Donggang, Kreis Fusong, eine Tagung der militärischen und politischen Kader der KRVA zur Gründung der LWV ab, an der auch Vertreter der Chondo-Religion, der Bauern, Lehrer und Arbeiter teilnahmen.
In seinem Bericht erhellte er die Notwendigkeit und Bedeutung der Gründung der LWV, deren Charakter und Funktion sowie den Hauptinhalt des Programms und stellte die Aufgabe, das gesamte Volk unter dem Banner der Wiedergeburt des Vaterlandes zu einer politischen Kraft zu vereinen. Er forderte ferner, dass die KRVA in Grenzgebiete und ins koreanische Inland vorrücken und die antijapanische nationale Einheitsfrontbewegung energischer entfalten müsste.
Kim Il Sung gab auf dieser Zusammenkunft das „Zehn-Punkte-Programm der LWV“, die „Gründungserklärung der LWV“ und das „Statut der LWV“ bekannt.
Auf dieser Tagung wurden das Zehn-Punkte-Programm der LWV, ihr Statut und ihre Gründungserklärung einstimmig angenommen.
Die Teilnehmer der Tagung wählten Kim Il Sung nach dem einmütigen Willen und Wunsch des ganzen koreanischen Volkes zum Vorsitzenden der LWV.
Am 5. Mai 1936 verkündete Kim Il Sung die Gründung der LWV.
Auf der Tagung wurde beschlossen, die Monatsschrift „Samil Wolgan“ (1. März) als Organ der LWV herauszugeben.
Die LWV war die erste ständige Organisation der antijapanischen nationalen Einheitsfront in Korea, die ein einheitliches Programm, Statut und Organisationssystem hatte und sich in ihrer Tätigkeit vom Prinzip des demokratischen Zentralismus leiten ließ. Sie war eine mächtige, illegale revolutionäre Massenorganisation, die unbeirrt die Führung der gesamtnationalen patriotischen Kräfte durch den Führer und durch die Partei gewährleistete.
Die Schlacht von Pochonbo
Die Mitte der 1930er Jahre entstandene Lage verlangte eindringlich, dass große Truppenteile der KRVA ins koreanische Inland vorstießen, den japanischen Imperialisten Schläge versetzten und unserem Volk Zuversicht auf die Befreiung des Vaterlandes gaben.
Vom 29. bis 31. März 1937 hielt Kim Il Sung in Xigang, Kreis Fusong, eine Sitzung der militärischen und politischen Kader der KRVA ab.
Auf der Sitzung wies er auf die Notwendigkeit hin, dass man durch das Vorrücken ins koreanische Inland die japanischen imperialistischen Aggressoren vernichten und deren Bastion in Brand stecken und somit dem Volk klar und deutlich zeigen müsse, dass die KRVA unversehrt bleibe und im heiligen Kampf für die Wiedergeburt des Vaterlandes immer den Sieg davontrage. Solange die KRVA existiere, werde Korea unbedingt wiedererlangt werden.
Kim Il Sung, der ständig die Aktionen der Einheiten der KRVA, die in die Grenzgebiete am Ufer des Tuman und des Amnok vorgerückt waren, und die feindlichen Bewegungen verfolgte, erhielt den Bericht, dass die ins Gebiet Musan vorrückende Truppe in Gefahr stand, vom Feind völlig umzingelt zu werden. Als Gegenmaßnahme beschloss er, das Angriffsziel von Hyesan auf Pochonbo zu wechseln, um diese Truppe zu retten und gleichzeitig das Ziel des Vormarsches ins Vaterland zu erreichen.
Er führte die Haupttruppe, überquerte am 3. Juni nachts an der Floßgasse Kusi mit einem Floß den Amnok und biwakierte auf dem Hügel Konjang im Vaterland. Er schickte tags darauf eine Aufklärungsgruppe in die Stadt Pochonbo, bestätigte wiederholt die durch verschiedene Kanäle ermittelten Aufklärungsmaterialien und erteilte den jeweiligen Gruppen konkrete Kampfaufgaben.
Am 4. Juni stieg die Truppe bei Einbruch der Dunkelheit den Hügel Konjang hinab, gelangte an den Rand der Stadt und bezog jeweils die vorbestimmte Stellung.
Er wählte unter einer Schwarzpappel, die am Eingang der Stadt stand und von dem Polizeirevier, dem Hauptangriffsobjekt, knapp ein Hundert Meter entfernt war, die Kommandostelle.
Mit seinem Signalschuss um 22 Uhr begann die Schlacht von Pochonbo.
Die Kämpfer der KRVA attackierten und vernichteten im Nu die Unterdrückungsapparate und Herrschaftsorgane der japanischen Eroberer, darunter das Polizeirevier und das Unterkreisamt, und befreiten Pochonbo. Überall in Pochonbo begannen Flammen emporzulodern.
Die illegalen Politarbeiter schlugen auf der Straße die von Kim Il Sung verfasste „Proklamation“ und das „Zehn-Punkte-Programm der LWV“ an und verteilten verschiedene Appelle und Flugblätter.
Die Einwohner bejubelten Kim Il Sung mit lauten Hurrarufen wie „Es lebe der Heerführer Kim Il Sung!“ und „Es lebe die Unabhängigkeit Koreas!“.
Kim Il Sung hielt vor den ihm begeistert zujubelnden Einwohnern eine Rede, dass man beharrlich für die Wiedergeburt des Vaterlandes kämpfen sollte, gab ihnen Siegeszuversicht und rief sie alle zum Kampf gegen Japan auf.
Dass die KRVA mit einem großen Truppenteil ins koreanische Inland eindrang, wo das Generalgouvernement des japanischen Imperialismus in Korea mit einer sicheren Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit geprahlt hatte, und mit einem Schlag die Herrschaftsorgane in Pochonbo, einer Unterkreisstadt, vernichtete, war ein historisches Ereignis, das das koloniale Herrschaftssystem des japanischen Imperialismus bis in ihre Grundfesten erschütterte.
Schwerer Marsch, Miniaturbild des antijapanischen bewaffneten Kampfes
Im Herbst 1938 entstanden ernste Schwierigkeiten auf dem Weg des bewaffneten Kampfes gegen Japan.
Die japanischen Imperialisten mobilisierten den Großteil der Hauptdivisionen der Kwantungarmee, die Marionettenarmee Mandschukuos und sogar die örtlichen bewaffneten Polizeieinheiten, setzten sie in den militärstrategisch wichtigen Ufergebieten der Flüsse Amnok und Tuman ein und unternahmen noch verzweifelter die „Strafexpeditionen“ gegen die bewaffneten antijapanischen Truppen.
Zu dieser Zeit erlitten die chinesischen Truppen der Vereinten Antijapanischen Armee (VAA) infolge des linksradikalen abenteuerlichen Feldzuges nach Rehe große Verluste, weswegen sich die KRVA den in den Gebieten südwestlich des Paektu-Gebirges verstärkten Kräften des Feindes fast allein gegenübersah.
Vom 25. November 1938 an hielt Kim Il Sung zehn Tage lang in Nanpaizi, Kreis Mengjiang, eine Konferenz der militärischen und politischen Kader der KRVA ab und traf initiativreiche Maßnahmen für die Bewältigung der entstandenen schwierigen Lage und für einen stetigen Aufschwung der Revolution.
In seiner Rede „Zur Überwindung der entstandenen schwierigen Lage und zur Fortentwicklung der Revolution“, die er auf dieser Zusammenkunft hielt, analysierte und kritisierte er das linksradikale und abenteuerliche Wesen des Feldzuges nach Rehe und dessen Folgen und legte die Aufgabe fest, die koreanische Revolution zum ständigen Aufschwung zu führen.
Als praktische Schritte für den weiteren Aufschwung der Revolution gliederte er auf der Konferenz die Truppen der KRVA in Gebietsarmeen und selbstständiges Regiment und wies diesen Einsatzgebiete zu.
Anfang Dezember 1938 begann er mit der 2. Gebietsarmee den historischen Schweren Marsch in die Grenzgebiete am Fluss Amnok.
Zu Beginn des Schweren Marsches drängte Kim Il Sung durch intensive Angriffe und groß angelegte Vernichtungskämpfe mit großen Einheiten die Gegner in die Defensive.
Kim Il Sung ergriff so stets die Initiative und lieferte dem Feind ununterbrochen Gefechte und versetzte dem Feind ununterbrochen Schläge.
Unter seinem Kommando setzte die Haupttruppe der KRVA einen fast einen Monat lang andauernden Marsch durch den Schnee fort und erreichte Anfang Januar 1939 Qidaogou im Kreis Changbai.
Die Gegner bereiteten sich auf den Entscheidungskampf vor, indem sie große Truppenkontingente einsetzten und Umzingelungen vornahmen. Dementgegen hielt Kim Il Sung eine Sitzung der Kader der 2. Gebietsarmee der KRVA ab und legte die Richtlinie zum Übergang von Aktionen mit großen Einheiten zu verstreuten fest und ließ die Truppe in drei Richtungen vorstoßen.
Nach den von ihm festgelegten Wirkungsrichtungen stießen die dem Hauptquartier direkt unterstehende Einheit mit der Geleitschutzkompanie und dem MG-Zug in die Gegend von Jiazaishui, Kreis Changbai, und das 7. Regiment in die Gegend von Shanggangqu, Kreis Changbai, sowie das 8. Regiment und das Selbstständige Bataillon in die Gegend von Donggang, Kreis Fusong, vor.
Die Näherinnen und Verwundeten wurden ins Geheimlager Qingfeng im Kreis Changbai geschickt.
Als eine Situation entstand, in der die großen Truppen des Feindes aus dem Hinterland Changbai ins Hügelgebiet eindringen könnten, ließ Kim Il Sung am helllichten Tag die Truppe entlang einer großen Straße marschieren und die vorn und hinten andrängenden Gegner durch Angriffe vernichten.
Von dieser Zeit an ging er von der Taktik der Ablenkung des Feindes zu der Taktik über, ihm zuvorzukommen und Schläge zu versetzen. So wurde durch den Überraschungsangriff auf das Getto Shisandaowan eine feindliche Kompanie völlig vernichtet.
Er entfaltete mit der wieder versammelten Haupttruppe in der Nähe von Jiansanfeng und in der Gegend um Shierdaogou militärisch-politische Aktivitäten und erreichte danach im März 1939 Beidadingzi im Kreis Changbai.
So endete der über 100 Tage dauernde Schwere Marsch der Haupttruppe der KRVA mit einem Sieg.
Dieser von Kim Il Sung organisierte und geführte Marsch war nicht einfach ein Marsch zur Standortverlegung der Truppe, sondern eine militärische Aktion zur Bewältigung entstandener Schwierigkeiten und für das ständige Voranschreiten der Revolution. Dieser Marsch stellte das Miniaturbild des bewaffneten Kampfes gegen Japan dar.
Der Sieg im Schweren Marsch leitete bei der Zerschlagung der verzweifelten reaktionären Offensive des japanischen Imperialismus, bei der Überwindung der Folgen der unbesonnenen Umtriebe der linksextremen Abenteurer und bei der ständigen Fortentwicklung der koreanischen Revolution eine neue Phase ein.
Die Operation zum Vorstoß ins Gebiet Musan
Nach dem siegreichen Schweren Marsch organisierte und führte Kim Il Sung erneut die Operation zum Vorstoß mit großen Truppen ins koreanische Landesinnere.
Dies war ein dringendes Erfordernis, um die Macht der KRVA nachhaltig zu demonstrieren und dem nationalen Befreiungskampf gegen Japan zum ständigen Aufschwung zu verhelfen.
Kim Il Sung analysierte die entstandene Lage und die Erfordernisse der fortschreitenden Revolution und hielt auf dieser Grundlage Anfang April 1939 in Beidadingzi, Kreis Changbai, eine Konferenz der Kader der KRVA ab.
Auf der Konferenz verwies er darauf, dass die KRVA zum aktiven Gegenangriff übergehen, den japanischen Aggressoren ununterbrochen Schläge versetzen und so erneut ins Vaterland vorrücken müsste.
Er wies darauf hin, momentan durch aktive Frühjahrsoffensive in den Gebieten am Fluss Amnok und an der Grenze den feindlichen Stützpunkten ständig Schläge zu verabreichen, die Vorbereitungen für die Operation zum Vormarsch ins Vaterland zu treffen und danach den Vorstoß der Haupttruppe der KRVA ins Gebiet Musan zu unternehmen.
In diesem Gebiet hatten die Feinde nach der Schlacht von Pochonbo die Kräfte ihrer Garnison mehrfach verstärkt.
Wenn eine große Truppe in ein solches Gebiet vorrücken und die Feinde vernichten würde, könnte dies einen viel größeren Einfluss auf die Bevölkerung in Korea ausüben, als wenn sie in andere Nordgebiete Koreas vorstieße.
Kim Il Sung legte die Aktionsrichtung fest, nach der siegreichen Operation zum Vorstoß ins Gebiet Musan in der Gegend nordöstlich des Paektu-Gebirges neue Operationen mit großen Einheiten durchzuführen.
Nach der Konferenz in Beidadingzi befehligte er vor dieser erwähnten Operation die Haupttruppe der KRVA und führte die aktiven Frühjahrsoffensiven zum Sieg.
Er sorgte dafür, dass die Truppenangehörigen am 30. April in Madengchang bei Xiaodeshui, Kreis Changbai, den Ersten Mai, den Festtag der Werktätigen der ganzen Welt, feierlich begingen, um die Kampfmoral der Soldaten, die den Weg zum Vormarsch ins Vaterland betraten, noch mehr zu erhöhen.
Anschließend kam er Anfang Mai ins Geheimlager Kanbaeksan und legte auf der Grundlage der Angaben über die feindliche Lage die Zeit und Route für die Operation zum Vormarsch nach Korea endgültig fest. So vervollkommnete er den Operationsplan zum Vorstoß ins Vaterland.
Dann bildete er im Geheimlager Heixiazigou die über 700-köpfige Formation zum Vorstoß ins Heimatland, die aus dem 7. und dem 8. Regiment der Haupttruppe der KRVA, dem Selbstständigen Bataillon und der Geleitschutzkompanie bestand. Am 18. Mai 1939 überquerte er mit dieser Formation den Fluss Amnok und rückte ins Vaterland vor.
Nach Übernachtungen in Chongbong und Konchang erreichte Kim Il Sung am 20. Mai den Berg Pegae. Dort hielt er eine Sitzung der Kommandeure der KRVA ab, auf der er die taktische Richtlinie darlegte, mit der Taktik des blitzschnellen Eilmarsches mutig entlang der Patrouillenstraße Kapsan–Musan am helllichten Tag zu marschieren und schnell ins Gebiet Musan vorzurücken, weil die Feinde auf große Straßen wenig Aufmerksamkeit richteten sowie nachts wachsamer waren als tagsüber.
Die von ihm befehligte Truppe brach am 21. Mai vom Berg Pegae auf und legte am Ufer des Samji-Sees eine Pause ein. Danach marschierte die Truppe am helllichten Tag in Reih und Glied entlang der Patrouillenstraße Kapsan–Musan und erreichte Mupho.
Auf einer Sitzung der Kommandeure im Nachtlager Mupho wertete er den Marsch aus und stellte der Truppe die Aufgabe zum Vorstoß ins Gebiet Taehongdan.
Am 22. Mai schickte er in der Nähe eines Tempels das 7. Regiment in Richtung Singaechok. Und dann rückte er mit der Geleitschutzkompanie und dem 8. Regiment nach Sinsadong vor. Vor den dortigen Einwohnern hielt er eine Rede, in der er sie dazu aufrief, sich aktiv zum antijapanischen Kampf zu erheben. Er bewog alle Soldaten dazu, unter den Arbeitern des Holzeinschlagbetriebes politische Arbeit zu entfalten.
Am 23. Mai vernichtete er in der Taehongdan-Hochebene die verfolgenden Feindkräfte mit der Taktik der Anlockung und des Angriffs aus dem Hinterhalt.
Umgehungsmanöver mit großen Einheiten
Die japanischen Imperialisten unternahmen vom Herbst 1939 an unter dem Einsatz von mehr als 200 000 Mann starken Truppen eine groß angelegte „Strafexpeditions“-Operation, um die Geheimlager zu blockieren, die KRVA zu vernichten und die revolutionären Organisationen völlig zu zerstören.
Deswegen stand der KRVA erneut eine harte Bewährungsprobe bevor.
Kim Il Sung organisierte und führte das Umgehungsmanöver mit großen Truppen in den Gebieten nordöstlich des Paektu-Gebirges, um die groß angelegte „Strafexpeditions“-Offensive der Feinde zu vereiteln.
Anfang Oktober 1939 hielt er in Liangjiangkou, Kreis Antu, eine Konferenz der militärischen und politischen Kader der KRVA ab.
Dabei legte er den Kurs auf das Umgehungsmanöver mit großen Truppen in weiträumigen Gebieten nordöstlich des Paektu-Gebirges fest, um die neue „Strafexpeditions“-Operation der japanischen imperialistischen Aggressoren durchkreuzen zu können.
Kim Il Sung organisierte und führte mit kluger militärischer Strategie und vielfältigen Kampfmethoden siegreich das Umgehungsmanöver mit großen Truppen.
Zuerst veranlasste er das 7. und das 8. Regiment und die Geleitschutzkompanie dazu, im Voraus Proviant an wichtigen Stellen auf der Marschroute der Truppe zu lagern.
Er sorgte dafür, dass im November eine etwa 20-tägige militärische und politische Schulung im Geheimlager Hualazi, Kreis Antu, vor Beginn dieser Operation abgehalten wurde, um die Partisanen politisch-ideologisch und militärtechnisch vorzubereiten.
Als erste Etappe des genannten Umgehungsmanövers führte er den Feldzug nach Dunhua durch.
Zur Tarnung der Marschroute der großen Truppe wandte er die Taktik an, deren Marschweg plötzlich zu verändern, lockte die Feinde in die Schlucht im Gebiet um Helong und Antu und erreichte dann durch einen Gewaltmarsch von Hunderten Ri den abgelegenen Ort bei Dunhua.
Während des Feldzuges nach Dunhua hielt er im Nachtlager in der Nähe von Sidaohuanggou eine Sitzung des Antijapanischen Jugendverbandes ab, damit alle Kommandeure und Soldaten vor Schlachten ideologisch mobilgemacht wurden. Danach organisierte und führte er am 17. und am 24. Dezember 1939 die Schlachten in Liukesong und Jiaxinzi und versetzte den Gegnern Schläge. Diese Schlachten krönten glanzvoll die erste Etappe der Operation.
Nachdem er die Feindkräfte in den abgelegenen Ort des Kreises Dunhua gelockt hatte, zog er heimlich nach Süden und organisierte und führte im Geheimlager Baishitan des Kreises Fusong im Ufergebiet des Songhuajiang die militärische und politische Schulung, die über 40 Tage dauerte. Danach ging er zur zweiten Etappe des Umgehungsmanövers mit großen Einheiten über und entfaltete aktiv militärische und politische Aktionen.
Im Februar 1940 brach die Truppe mit ihm an der Spitze von Baishitan auf. Auf der bereits festgelegten geheimen Route rückte sie erneut in die Grenzgebiete längs des Flusses Tuman vor, verschob aber, als eine neue Lage entstand, den geplanten Vorstoß ins Vaterland. Am 11. März organisierte Kim Il Sung einen Überraschungsangriff auf den Holzeinschlagbetrieb in Damalugou, einen der feindlichen Stützpunkte für „Strafexpeditionen“.
Mit der unerwarteten wunderlichen Taktik, die Feinde in die Irre zu führen und aus dem Hinterhalt anzugreifen, vernichtete er am 25. März in der Schlucht Hongqihe die bösartige „Maeda-Strafexpeditionstruppe“, die sich als „unbesiegbare Truppe“ und „Prinz der Strafexpeditionen“ ausgab und sich bei der „Strafexpedition“ gegen die KRVA an die Spitze stellte.
Aus Anlass der Hongqihe-Schlacht wurde die „Strafexpeditions“-Winteroperation in ihrer ersten Etappe zerschlagen. Das Umgehungsmanöver mit großen Truppen der KRVA endete siegreich.
4. Zum endgültigen Sieg der antijapanischen Revolution (August 1940–August 1945)

Tagung von Xiaohaerbaling für das Morgenrot der Wiedergeburt des Vaterlandes
Kim Il Sung hielt vom 10. bis 11. August 1940 in Xiaohaerbaling, Kreis Dunhua, die Tagung der militärischen und politischen Kader der KRVA ab.
Auf dieser Tagung wertete er die Errungenschaften und Erfahrungen im Verlaufe des 10-jährigen bewaffneten antijapanischen Kampfes aus und legte angesichts der entstandenen Lage die neue strategische Richtlinie dar, gründliche Vorbereitungen dafür zu treffen, dem großen Ereignis, der Befreiung des Vaterlandes, voller Initiative entgegenzugehen.
Hierfür sei es notwendig, so Kim Il Sung, die folgerichtigen Vorbereitungen auf den Entscheidungskampf für die endgültige Vernichtung der japanischen Imperialisten zu treffen und sich darauf vorzubereiten, auf dem Boden des befreiten Vaterlandes die revolutionäre Partei, die Volksmacht und die Volksstreitkräfte zu gründen und die Revolution nachhaltig voranzutreiben.
Im Bericht nannte er strategische Aufgabe dafür, dem großen Ereignis, der Befreiung des Vaterlandes, voller Initiative entgegenzugehen.
Er sagte dazu, die Einheiten der KRVA als die Hauptkraft der koreanischen Revolution zu erhalten und zu verstärken sowie ihre Soldaten und Kommandeure zu fähigen politischen und militärischen Kadern zu erziehen und damit das gesamte Volk in politisch-ideologischer Hinsicht gründlich vorzubereiten.
Um diese strategische Aufgabe erfolgreich zu bewältigen, legte er den neuen strategischen Kurs fest, dass die KRVA von Operationen mit großen Truppen zu Operationen mit kleinen Abteilungen übergehen müsste.
Zur Verwirklichung dieses neuen strategischen Kurses unterstrich Kim Il Sung mit Nachdruck, dass die KRVA die massenpolitische Arbeit für den Zusammenschluss der breiten antijapanischen Massen aktivieren und in Korea und den ausgedehnten Gebieten der Mandschurei militärische und politische Aktionen mit kleinen Einheiten geschickt entfalten, alle Kommandeure und Soldaten politisch-militärisch zuverlässiger vorbereiten und die Solidarität mit allen revolutionären Kräften der Welt festigen sollte.
Aus Anlass dieser Tagung ging der bewaffnete antijapanische Kampf in eine neue strategische Etappe über.
Zum Stadium eines neuen gemeinsamen Kampfes
Vom Dezember 1940 bis Mitte März 1941 dauerte Chabarowsker Konferenz, die von der Komintern einberufen wurde.
An dieser Zusammenkunft waren verantwortliche Funktionäre der KRVA, der VAA Nordostchinas, der Provinzparteikomitees in der Mandschurei sowie Vertreter der Komintern und der sowjetischen Seite zugegen.
Kim Il Sung nahm an dieser Konferenz in seiner Eigenschaft als Vertreter der KRVA, der 1. Marscharmee der VAA Nordostchinas und des Provinzparteikomitees Südmandschurei teil.
Die Kardinalfrage bestand darin, wie die Wechselbeziehungen zwischen dem Partisanenkampf in Korea und Nordostchina und der Sowjetarmee zu unterhalten und wie diese dem Gebot der neuen Lage gemäß zu festigen und weiterzuentwickeln waren.
Bezüglich dieser Frage meinte Kim Il Sung, dass er gegen eine unvernünftige Vereinigung sei, in der eine Seite die andere außer Acht lasse oder die Selbstständigkeit der anderen Seite nicht anerkenne, und dass man auf der Grundlage der Achtung der Selbstständigkeit jeder Seite eine internationale Koalition verschiedener Streitmächte schaffen müsse. Er schlug vor, Formen und Methoden des gemeinsamen Kampfes, die den Interessen sowohl der Sowjetunion als auch der koreanischen und der chinesischen Revolution entsprächen, zu finden und mit der kameradschaftlichen und uneigennützigen Einstellung den proletarischen Internationalismus maximal zur Geltung zu bringen und die Fragen entsprechend den gemeinsamen Interessen zu lösen.
Dieser Vorschlag fand beim Vertreter der Komintern und den Kommandeuren der drei Länder Unterstützung und wirkte sich positiv auf die Verwirklichung der Geschlossenheit und Zusammenarbeit der revolutionären Streitkräfte der drei Länder – Korea, China und die Sowjetunion – aus.
So gelangte man auf der Konferenz zu der Übereinkunft, angesichts der entstandenen internationalen Lage die Streitkräfte der drei Länder unter Anerkennung ihrer jeweiligen Selbstständigkeit zu vereinigen.
Kim Il Sung betrachtete die Internationale Vereinte Armee (IVA) als eine ideale Form der Allianz der Streitkräfte der genannten drei Länder, traf im Frühjahr 1942 mit hochrangigen Militärs der Sowjetunion zusammen und bot ihnen die mit der Bildung der IVA zusammenhängende strategische Konzeption an.
Sein Plan zur Gründung der IVA stand in Übereinstimmung mit den politischen und militärischen Forderungen der chinesischen und der sowjetischen Seite, wurde der sowjetischen Militärbehörde und der Komintern übermittelt und als dringende Angelegenheit hervorgehoben.
Mitte Juli 1942 beriet sich Kim Il Sung mit den militärischen Funktionären der VAA Nordostchinas und der sowjetischen Fernostarmee endgültig über das Problem bezüglich der Koalition der Streitkräfte Koreas, Chinas und der Sowjetunion.
Die militärischen Funktionäre der drei Länder fassten den Beschluss über die Schaffung der IVA, und zwar unter der Voraussetzung, dass die KRVA und die VAA Nordostchinas jeweils ihre Eigenständigkeit bewahrten. Es wurde beschlossen, die IVA nach dem Prinzip der Reduzierung im Ausmaß einer Brigade zu organisieren, um das Geheimnis ihres Bestehens und ihrer Tätigkeit zu wahren und sie lückenlos zu tarnen.
So wurde am 1. August 1942 die Formierung der internationalen Brigade als IVA im Fernost-Stützpunkt proklamiert.
Kim Il Sung übernahm die Führung der 1. Teiltruppe (der koreanischen Teiltruppe der IVA), die aus den Kräften der KRVA und der 1. Marscharmee der VAA Nordostchinas bestand.
Mit der Formierung der IVA als Wendepunkt ging die KRVA vom Stadium des gemeinsamen Kampfes mit dem chinesischen Volk zum Stadium eines neuen Kampfes über, der durch die Vereinigung der Kräfte dreier Länder zum mächtigen Strom des antiimperialistischen und antifaschistischen Kampfes der Welt zusammenfloss.
Vorbereitungen für den gesamtnationalen Widerstand zur Befreiung des Vaterlandes
Angesichts der Gewissheit der bevorstehenden Niederlage des japanischen Imperialismus beschleunigte Kim Il Sung die Vorbereitungen für den gesamtnationalen Widerstandskampf.
Auf der Anfang Januar 1943 veranstalteten Konferenz der Militär- und Politkader der KRVA legte er den Plan für die endgültige Operation gegen Japan vor. Eine Generaloffensive der KRVA sollte entfaltet und mit einem Aufstand des ganzen Volkes und gemeinsamen Operationen kleiner Einheiten der KRVA und bewaffneter Aufstandsorganisationen im feindlichen Hinterland kombiniert werden. Diese Strategie legte er als Drei-Punkte-Richtlinie für die Befreiung des Vaterlandes fest.
Auf der Ende Februar desselben Jahres im Geheimlager Tumubong des Geheimstützpunktes im Gebiet Sinhung stattgefundenen Sitzung der Kommandeure der KRVA und der Leiter der kleinen Einheiten, Gruppen und revolutionären Organisationen erläuterte er erneut die bereits festgelegte Richtlinie zur Befreiung des Vaterlandes und die Aufgaben und Wege für deren Verwirklichung.
Gestützt auf die besagte Richtlinie beschleunigte Kim Il Sung aktiv die Vorbereitungen für den gesamtnationalen Aufstand.
Er sorgte dafür, dass die bereits in Korea bestehenden Geheimstützpunkte zu militärischen und politischen Stützpunkten für den gesamtnationalen Aufstand zuverlässig konsolidiert und der Kampf zur Errichtung provisorischer Geheimstützpunkte an Schlüsselpunkten in ganz Korea aktiviert wurde.
Er wirkte darauf hin, dass dem Aufbau der Stützpunkte Vorrang eingeräumt wurde und parallel dazu die gesamtnationalen Aufstandskräfte für den Entscheidungskampf zur Befreiung des Vaterlandes konsequent vorbereitet wurden.
Er berief Mitte Juli 1943 auf dem Berg Kom im Dorf Rokya, Unterkreis Hwabang, Kreis Jongsong, eine Versammlung der Leiter der kleinen Einheiten und Gruppen der KRVA und der revolutionären Untergrundorganisationen ein, wies auf die Richtung und Wege zur Bildung der bewaffneten Volkstruppen für den gesamtnationalen Aufstand im Landesmaßstab hin. Im Juli des darauf folgenden Jahres rückte er erneut ins koreanische Landesinnere vor und legte die prinzipiellen Fragen klar, die bei der Erweiterung und Festigung der bewaffneten Widerstandsorganisationen zu befolgen waren.
Er wirkte darauf hin, überall bewaffnete Abteilungen mit verschiedenen Bezeichnungen aus im Kampf bewährter Arbeiter- und Bauernjugend als Kern und aus jungen Menschen und Männern im besten Alter, darunter aus sich gegen die Zwangsrekrutierung durch die japanischen Imperialisten in den Bergen versteckt haltenden Jugendlichen, zu bilden und die bereits bestehenden paramilitärischen Organisationen wie die halbmilitärischen Produktionsabteilungen und Arbeiterstoßtrupps nach und nach zu bewaffneten Einheiten umzustrukturieren und weiterzuentwickeln.
So wurden überall in Korea bewaffnete Abteilungen ins Leben gerufen, darunter die Bewaffnete Arbeiter-und-Bauern-Abteilung Komsan, die Bewaffnete Volksabteilung Kkachibong, die Paekui-Gesellschaft im Erzbergwerk Musan, die Bewaffnete Volkstruppe Rajin, die Opferbereite Antijapanische Abteilung Taejinphyong, der Jugendverein für die Rettung des Vaterlandes, die Bewaffnete Abteilung für die Wiedergeburt des Vaterlandes und die kleine bewaffnete Abteilung Jirisan. Allerorten entstanden Widerstandsorganisationen verschiedener Namen.
Die Kräfte für den gesamtnationalen Widerstand wuchsen rapide an, und allein die Zahl der 1942 von den japanischen Imperialisten ausspionierten antijapanischen Untergrundorganisationen in Korea lag über 180, denen mehr als 500 000 Menschen angehörten.
Er wirkte darauf hin, dass die illegalen Politarbeiter und Partei- und revolutionären Organisationen die Arbeiter, Bauern und lernenden Jugendlichen für verschiedenartige Kämpfe gegen Japan und den Krieg organisierten und mobilisierten, somit sie stählten und auf den gesamtnationalen Widerstandskampf und den bewaffneten Aufstand vorbereiteten.
Die Arbeiter versetzten dem japanischen Imperialismus in seiner Rüstungsproduktion und seinem Transport in der Kriegszeit einen großen Schlag, indem sie überall Kämpfe verschiedener Formen, darunter Streiks, Sabotagen, Brandlegungen und Sprengungen, entfalteten. Die Bauern kämpften gegen Zwangsablieferungen von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, verschiedene Kriegszeitbürden und Zwangsmobilisierungen.
Auch unter den Lehrern und der Schuljugend vieler Orte des ganzen Landes wurden geheime Organisationen gebildet. Schülerstreiks waren an der Tagesordnung. Unaufhörlich brannte der Kampf der Jugendlichen und jener im besten Mannesalter gegen den Zwangsarmeedienst, den Zwangsarbeitsdienst und die Zwangsmobilisierung.
Die Intellektuellen im In- und Ausland setzten sich tatkräftig für die Verteidigung des Geistes des koreanischen Volkes ein.
Letzte entscheidende Angriffsoperation für die Befreiung des Vaterlandes
Kim Il Sung beschleunigte aktiv die Arbeit zur Vervollkommnung der Vorbereitungen für den Entscheidungskampf, um den japanischen Imperialismus zu zerschlagen und das Vaterland zu befreien.
Er vervollkommnete den schon seit langem mit ganzer Seele zur Reife gebrachten Plan zur letzten Angriffsoperation und machte ihn auf der Sitzung der militärischen und politischen Funktionäre der KRVA bekannt, die am 30. Juli 1945 stattfand.
Vor der letzten Angriffsoperation organisierte er, um eine Bresche zu schlagen, mit einigen Truppen Überraschungsangriffe auf befestigte feindliche Grenzgebiete.
Am 9. August 1945 befahl Kim Il Sung den Truppen der KRVA den Generalangriff zur Befreiung des Vaterlandes.
Die Truppen der KRVA gingen zum Generalangriff über und rückten stürmisch ins Vaterland vor, wobei sie in enger Kooperation mit der am Krieg gegen Japan beteiligten Sowjetarmee die japanischen Aggressoren vernichteten.
Die Truppen der KRVA, die das Geheimlager Kanbaeksan als Aufmarschstellung für die letzte Angriffsoperation bezogen hatten, kämpften gemeinsam mit den kleinen Einheiten und Gruppen der KRVA und den Organisationen zum gesamtnationalen Widerstand, um alle Bezirke unter ihre Kontrolle zu nehmen.
Die Truppen, die sich am Ufer des Tuman zusammenfanden, durchbrachen in einem Zug die feindlichen Stellungen an der Grenze, befreiten die Gebiete Kyongwon und Kyonghung und dehnten ihre Kampferfolge in Richtung Unggi aus. Manche Einheiten, die als Vortrupps der Seelandetruppen agierten, landeten durch eine gemeinsame Operation mit den Truppen der Sowjetarmee in Unggi und stießen ins Gebiet um Chongjin vor.
Andere Truppen führten einen Verfolgungskampf zur Zerschlagung des Feindes, versetzten der Kwantungarmee einen tödlichen Schlag und rückten an das Ufer des Tuman vor.
Kim Il Sung mobilisierte das Volk zum gesamtnationalen Widerstand, damit es sich dem Generalangriff der KRVA anschloss.
Im Zuge der letzten Angriffsoperation der KRVA mobilisierten die kleinen Einheiten, Gruppen und die illegalen Politarbeiter, die bereits innerhalb Koreas wirkten, die bewaffneten Volkstruppen, die Organisationen für den bewaffneten Aufstand und die breiten Volksmassen zum gesamtnationalen Widerstandskampf. Sie attackierten und zerschmetterten in allen Gebieten des Landes die japanische imperialistische Aggressionsarmee, die Gendarmerie und Polizeireviere, führten mutige Gefechte zur Desorganisierung des gegnerischen Hinterlandes und halfen aktiv den vorrückenden Truppen der KRVA.
Durch die heftige Offensive der Truppen der KRVA und durch den aktiven gesamtnationalen Widerstand erlitt Japan vernichtende Schläge, sodass es eiligst am 15. August 1945, eine Woche nach dem Beginn der letzten Angriffsoperation gegen Japan, seine bedingungslose Kapitulation verkündete.
Das koreanische Volk entfaltete unter Führung Kim Il Sungs über lange Zeit den heldenhaften bewaffneten antijapanischen Kampf und liquidierte so endgültig das Kolonialherrschaftssystem des japanischen Imperialismus und führte schließlich die große Sache, die Befreiung des Vaterlandes, herbei.

Naenara, August 2025
Die Befreiung des Vaterlandes und die Verstaatlichung der Industriezweige
Nach der Befreiung unseres Landes von der japanischen militärischen Herrschaft im August 1945 wurde die Verstaatlichung wichtiger Industriezweige als wichtige Frage gestellt.
Vor der Befreiung des Landes hatten die japanischen Imperialisten und Kompradorenkapitalisten das Monopol auf den größten Teil der Industrie Koreas, infolgedessen wurde die Entwicklung der Wirtschaft stark gehemmt. Nur durch die Nationalisierung der wichtigen Industriezweige war es möglich, die ökonomische Basis der Imperialisten und ihrer Lakaien und die Folgen der Kolonialherrschaft mit der Wurzel auszurotten, die Arbeiterklasse für immer von der kolonialen Unterjochung und Ausbeutung zu befreien, die selbstständige Entwicklung der Wirtschaft zu gewährleisten und einen reichen, souveränen und unabhängigen Staat aufzubauen. Erst dann konnte das Volk gemäß seinen Forderungen den Staat verwalten und leiten und sein Leben schnell stabilisiert und verbessert werden.
Bei uns wurde die Frage der Nationalisierung der Industriezweige durch von dem großen Führer Genossen Kim Il Sung dargelegtes Prinzip der Verstaatlichung der Industriezweige – beschlagnahmendes Objekt und Beschlagnahme – gelöst. Also das Eigentum der japanischen Imperialisten und der Kompradorenkapitalisten wurde als Objekt der Verstaatlichung festgelegt und dabei das Eigentum der nationalen Kapitalisten nicht angetastet. Beim Objekt der Verstaatlichung der Industriezweige wurde das Prinzip der entschädigungslosen Enteignung angewendet. Und diese Arbeit wurde durch die Organisierung des Betriebskomitees in Fabriken und Betrieben durchgeführt. Mit dem Kampf der Enteignung wurde der Wirtschaftsaufbau gleichzeitig vorgenommen, um die zerstörten Fabriken und Betriebe wiederaufzubauen und in Produktion gehen zu lassen.
Auf dieser Grundlage wurde am 10. August 1946 das von Kim Il Sung ausgearbeitete „Gesetz über die Verstaatlichung der Industrie, des Transportwesens, der Nachrichtenmittel, der Banken und anderen Einrichtungen“ bekanntgegeben.
In diesem Gesetz wurde es vor allem betont, dass der japanische Imperialismus die Wirtschaft Koreas zu seinen Besitz gemacht und mit Schweiß und Blut der Koreaner viele Betriebe, Kraftwerke und Eisenbahn gebaut hat und dass all dies unbedingt zum Eigentum des koreanischen Volkes werden muss.
Das Gesetz erklärte, dass alle Fabriken, Berg- und Kraftwerke, die Eisenbahnen, die Nachrichtenmittel, Banken, Handels- und Kultureinrichtungen sowie andere Objekte, die früher Eigentum des japanischen Staates, der japanischen juristischen und Privatpersonen sowie der koreanischen Landesverräter waren, entschädigungslos enteignet und in das Eigentum des koreanischen Volkes überführt werden.
Am 10. August fand in Pyongyang die Pyongyanger Massenkundgebung für Unterstützung des Gesetzes über die Verstaatlichung der Industriezweige statt.
An diesem Tag hielt Kim Il Sung die historische Rede „Die Nationalisierung der wichtigen Industriezweige – die Grundlage für den Aufbau eines souveränen, unabhängigen Staates“.
Durch die Verstaatlichung der wichtigen Industriezeige in unserem Land wurden mehr als 1000 wichtige Industrieeinrichtungen, die über 90 % der gesamten Industrie ausmachten, zum Volkseigentum. Und dies wurde zur soliden Grundlage für die Garantie des Gedeihens und der Entwicklung und zur materiellen Basis für die Entwicklung der selbstständigen Wirtschaft. Dank der Verstaatlichung wichtiger Industriezweige wurde die Grundlage der kolonialen Ausbeutung völlig beseitigt, die Klasse der Kompradorenkapitalisten liquidiert und die Arbeiterklasse zum wahren Herr der wichtigen Industrie.
Yang Ryon Hui
Naenara 2025-08-20